Unser ganz persönlicher Jahresrückblick

Unser ganz persönlicher Jahresrückblick

Bevor wir uns bis Anfang Jan­uar in die Blog­pause ver­ab­schieden, möchte ich die Gele­gen­heit nutzen und mit euch auf das Jahr 2017 zurück­blicken. Dieses Jahr begann mit einem High­light, war geprägt von großen Verän­derun­gen und weit reichen­den Entschei­dun­gen und endete mit einem Schlag ins Gesicht. Einiges werdet ihr mit uns bere­its erlebt haben, einiges hört ihr gle­ich zum ersten Mal. Einige Zeilen gehen leicht von der Hand, die ein oder andere kostet Überwindung.

Aber fangen wir einfach mal vorne an:

Wenn ich an den Anfang von 2017 zurück­denke, dann ist das erste, was mir in den Sinn kommt, die DogLive in Mün­ster. Ich freue mich immer sehr auf diese Messe, doch das ist gar nicht der Haupt­grund, warum ich diese Tage als High­light dieses Jahres beze­ich­nen würde. Der eigentlich Grund liegt darin, dass ich am Fre­itag vor der Messe die liebe Nicole aus Mün­ster abholen durfte. Sie ver­brachte das gesamte Woch­enende bei uns. Viele nette Gespräche, viel Lachen und viel leck­eres Essen begleit­eten uns durch die Tage. Ich habe die Zeit mit Nicole unglaublich genossen, weil wir uns auf­grund der vie­len Kilo­me­ter zwis­chen uns nur sel­ten sehen. Umso schw­erer viel es mir, sie am Son­ntag zu ihrem Bus zu brin­gen. Ich hoffe so sehr, dass wir uns im kom­menden Jahr eben­falls tre­f­fen kön­nen <3

Am 02.02.2017 wurde Püppi ein Jahr alt und am gle­ichen Tag war Queen bere­its vier Jahre an meiner Seite. Klar war das ein Grund die Korken knallen zu lassen. Natür­lich auf hündis­che Weise mit Hack­fleis­chkuchen, vie­len Leck­erlis und Geschenken <3

Im Früh­jahr ent­decken Püppi und ich das Dog­Danc­ing für uns. Inzwis­chen haben wir viel aus­pro­biert und ich muss sagen, dass Trick­sen ist defin­i­tiv unser Lieb­stes und wir wer­den da auch im kom­menden Jahr am Ball bleiben und schauen wo die Reise hinführt.

Wie schnell die Zeit vergeht wurde uns im April vor Augen geführt als der Tag kam, an dem Püppi schon ein Jahr bei uns lebte <3

Der Som­mer stand bei uns ganz im Zeichen wichtiger Entschei­dun­gen und großer Verän­derun­gen. Bis zu diesem Zeit­punkt habe ich ver­sucht als Recht­san­wältin im Bere­ich des Tier­rechts zu arbeiten, gle­ichzeitig den Shop zu führen und diesen Blog zu schreiben. Doch wie das eben so läuft, wenn man alles gle­ichzeitig machen will: Man macht viel aber nichts so richtig. Aus zeitlichen, finanziellen und weit­eren Grün­den stand ich also vor der Entschei­dung wie es weiter gehen soll. Dieser Blog ist mein Hobby, bei dem ich mir frei ein­teilen kann, wann ich mich vor den Lap­top sezte und wann nicht. Ich habe viel Zeit in diesen Blog gesteckt und bin stolz, dass ich mit­tler­weile auch Geld damit ver­di­enen kann. Den Blog aufzugeben war keine Option. Kan­zlei oder Glück­shund? Das war nun die Frage. Um meine Entschei­dung nachempfinden zu kön­nen muss ich vielle­icht etwas weiter ausholen.

Ich habe mich damals dazu entschlossen Jura zu studieren, weil ich — oh Gott wie naiv ich noch gewe­sen bin — Gerechtigkeit schaf­fen wollte. Wahrschein­lich ein Beweg­grund, den einige Erstse­mes­ter mit mir teilen wür­den. Wenn man jedoch erst ein­mal das Grund­studium hin­ter sich gebracht hat, dann weiß man, dass Jura nichts mit Gerechtigkeit zu tun hat. Nun bin ich zum einen ein Men­sch, der nicht gerne aufgibt und Dinge zu enden bringt und zum anderen auch keine Idee hatte, was ich sonst machen sollte. Medi­zin war schon immer ein Gedanke, doch mein NC reichte hier­für nicht. 1,0 wurde voraus­ge­sagt. Da kon­nte ich nicht mihal­ten. Also blieb ich bei Jura. Naja, im schlimm­sten Fall wirst du halt Recht­san­wältin. Mein eigentliches Ziel war die Staat­san­waltschaft. Und so legte ich von Anfang an meinen Fokus auf das Strafrecht, wählte Krim­i­nolo­gie und Krim­i­nal­wis­senschaften als Schw­er­punkte. Neben­bei besuchte ich Kurse zur Foren­sik und Rechtsmedi­zin. Ler­nen bere­it­ete mir keine Prob­leme. Ich kann mir sehr leicht Dinge merken, sodass das erste Exa­men schnell in der Tasche war. Mein Ref­er­en­dariat absolvierte ich am Landgericht in Essen. Unter anderem war ich dort drei Monate bei der Staat­san­waltschaft. Ich hatte den besten Aus­bilder aller Zeiten und so durfte ich am Ende meiner Zeit dort vor das Schwurg­ericht. Ich werde diesen Tag nie vergessen und es wird nun einige mir nah­este­hende Men­schen geben, die diese Zeilen zum erstem Mal lesen.

Ich erin­nere mich an jedes Detail: An die dicke Akte unter meinem Arm, an meine Robe, die mir viel zu groß ist und an den ermuti­gen­den Blick meines Aus­bilders. Ich darf nicht ins Detail gehen, doch ich darf so viel sagen: Es ging um Recht­sradikalis­mus. Es ging um zwei afrikanis­che Män­ner, die von fünf Recht­sradikalen durch die Straßen getrieben wur­den. Beschimpft, getreten, geschla­gen. Ich erin­nere mich noch genau an das Gesicht des Opfers. Die Wun­den waren zu Nar­ben gewor­den. Er sprach franzö­sisch. Obwohl jeder Satz über­setzt wurde, konzen­tri­erte ich mich auf seine Worte. Ich ver­stand jedes davon und sie haben sich in meinem Gehirn fest­ge­brannt. Wie er schilderte, dass er Tode­sangst hatte, während man seinen Kopf auf die Bor­d­steinkante schlug. Wie er beschrieb, dass er ver­suchte, sich das Blut aus dem Auge zu wis­chen, um sehen zu kön­nen, ob sein Fre­und noch lebt. Das Plä­doyer dauerte 45 Minuten. Doch ich erin­nere mich nur noch an seine Worte.

Nach der Ver­hand­lung saß ich im Zug und star­rte aus dem Fen­ster. Zunächst bekam ich gar nicht mit, wie die Zeit ver­flog und ehe ich mich ver­sah, musste ich aussteigen. Ich wusste nur eins: Das ist nicht das, was ich machen will. Ich habe schon vor einem Mörder gesessen, weil ein weit­erer Aus­bilder ihn vertreten hat. Das war kein Prob­lem für mich. Doch die Worte des Opfers sind noch heute in meinem Kopf. Ich wusste, dass das nicht meine Welt sein kann. Ich habe nicht das dicke Fell, um so etwas mit dem Schließen der Akte vergessen zu können.

Also wid­mete ich mich nach dem zweiten Exa­men dem Tier­recht. Doch ich will ehrlich sein: Es ist nicht ein­fach als junge Anwältin. Glück­shund ist mein Baby. Ich habe all mein Herzblut in diesem Shop gesteckt und alles aus dem nichts aufge­baut. Und ich wollte das nicht aufgeben. Ich wollte unbe­d­ingt her­aus­finden wie weit dieser Weg gehen wird und so entsch­ied ich mich meine Zulas­sung als Anwältin vor­rüberge­hend abzugeben. Ich hätte sie auch behal­ten kön­nen, doch wozu all die Ver­sicherun­gen zahlen und all die Beiträge, wenn ich ohne­hin nicht tätig sein würde. Meine Zulas­sung kann ich jed­erzeit zurück­bekom­men. Ich kann jed­erzeit wieder anfan­gen als Recht­san­wältin zu arbeiten und wieder selb­st­ständig oder als angestellte Anwältin tätig zu sein.

Und so set­zte ich alles auf eine Karte und entsch­ied mich für meinen Shop. Heute ist ein halbes Jahr ver­gan­gen und ich bin glück­lich mit dieser Entschei­dung. Es war richtig so und ich habe das Gefühl mit mir im Reinen zu sein.

Und doch war diese Entschei­dung auch mit einem großen Schat­ten gehaftet. Ende des Som­mers musste ich fest­stellen, dass ein anderer Shop die Idee meiner Kundin nachgemacht hat. Zusam­men mit meiner Kundin habe ich ein Pro­dukt entwick­elt, welches ich dann in einem anderen Shop finden musste. Ich möchte an dieser Stelle nicht ins Detail gehen, doch ich kann soviel sagen: ich schrieb die junge Dame an und wollte darüber sprechen. In diesem Gespräch fiel auch der Satz, dass ich Recht­san­wältin sei. Ich wollte eine Lösung für das Prob­lem finden. Doch statt einer Antwort erhielt ich Post von der Polizei. Wegen Miss­brauch von Berufs­beze­ich­nun­gen zeigte sie mich an. Natür­lich hätte ich auch schreiben kön­nen, ich bin Volljuristin, doch welcher Laie ver­steht das? Mit­tler­weile ist das Ver­fahren eingestellt wor­den, doch ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mich verän­dert hat. Obwohl wir doch als Hun­de­men­schen alle im sel­ben Boot sitzen, passieren solche Dinge. Ich schaue eignentlich nie danach, was andere Shops machen. Ich will gar nicht wis­sen, was andere machen und genauso wie ich meine eige­nen Ideen oder Ideen meiner Kun­den umsetze genauso wün­sche ich mir auch von anderen, dass sie eben­falls ihr eigenes Ding machen. Mit­tler­weile weiß ich einges mehr. Weiß, wer sich über wen das Maul zer­reißt und wer bei wem was abguckt. Ich für meinen Teil war der­art schock­iert von all diesem, dass ich nun keinem anderen Shop mehr folge und nur noch auf mein Ding blicke. Und obwohl die Anzeige wie erwartet schnell vom Tisch war, so bleibt doch etwas zurück. Ich komme nicht umher mir vorzustellen, wie dieses junge Mäd­chen eine Anzeige schrieb und zur Polizei schickte. Wäre das alles schlecht aus­ge­gan­gen, was zwar nicht zu erwarten aber auch nicht zu 100% auszuschließen war, dann hätte ich nie wieder als Recht­san­wältin arbeiten dür­fen. Ich würde niemals einem anderen Men­schen der­art das Leben kaputt machen. Das ist es, was zurück bleibt. Der Schock darüber, wie manche Men­schen ticken und wie sehr manche Men­schen anderen schaden wollen. Ich für meinen Teil musste ler­nen, dass das Inter­net nicht nur Gutes mit sich bringt. Dass auf der anderen Seite eines manchen Lap­tops auch schlechte Men­schen sitzen. Dass nicht alle Hun­de­men­schen automa­tisch nett zueinan­der sind, nur weil sie die Liebe zu den Vier­bein­ern verbindet.

Wer mich kennt, weiß, wie harm­los ist bin. Dass eigentlich mehr Min­ion als erwach­sener Men­sch in mir steckt und dass ich immer an das Gute in den Men­schen geglaubt habe. Ich wün­sche nie­man­dem etwas Schlechtes und will eigentlich nur, dass es meinen Lieb­sten gut geht. Und dann flat­tert hier eine Anzeige ins Haus. Ich weiß nicht, ob die Anzeige selbst oder der Gedanke, dass jemand meinetwe­gen eine Anzeige schreibt, schock­ieren­der gewe­sen ist. Obwohl die Sache schnell vom Tisch war, ist es noch lange nicht vergessen…

Und bevor unser Jahres­rück­blick zu düster wird, schnell noch etwas erfreuliches: Queen und Püppi geht es super und wir hat­ten mit keinen großen Prob­le­men zu kämpfen. Für Queen haben wir die Blutegelther­a­pie aus­pro­biert und tolle Erfolge erzielt. Es geht ihr mehr als gut. Aktuell gle­icht sie eher einem Wildpferd als einem Schäfi. Manch anderer würde erst ein­mal einen Leinen­führigkeit­skurs buchen, doch ich bin ein­fach nur glück­lich, dass es ihr gut geht 😀 Gut, ein wenig soll­ten wir tat­säch­lich üben 🙂

Und bevor wir uns für dieses Jahr ver­ab­schieden, möchte ich ein­fach noch ein­mal Danke sagen, denn irgdnwie sagt man das viel zu sel­ten <3

Ich fange ein­fach mal bei der Per­son an, ohne die es diesen Blog nicht geben würde: Nicole.

Liebe Nicole, ich kann gar nicht in Worte fassen, wie wichtig du mir bist. Du bist ein­fach immer da und ich kann mich jed­erzeit mit allem an dich wen­den. Du bist mir eine soooo gute Fre­undin, eine Stütze und eine große Hilfe, wenn ich ein­mal Rat brauche. Danke dafür, dass du du bist <3

Ein riesen Dankeschön geht auch an meine Mama, die mir im Shop immer zur Seite steht, mich unter­stützt und mir den Rücken frei hält. Ohen dich wäre Glück­shund nichts das­selbe. Danke <3

Ein Dankeschön geht auch an meine Hun­de­schule Fam­i­lien­hun­daus­bil­dung und ins­beson­dere an unsere Trainerin Silke, die uns so viele schöne Stun­den bere­itet hat. Ich freue mich immer sehr auf den Kurs. Danke auch an unsere Tier­heil­prak­itk­erin Dr. Stella Schulte, die dafür gesorgt hat, dass es Queen so gut geht und die mich dazu gebracht hat, alles etwas lock­erer zu nehmen. Danke an die liebe Ele, unsere Phys­io­ther­a­peutin von der Tierklinik Grußen­dorf, für die vie­len net­ten Stun­den bei dir.

Ein riesen Dankeschön geht auch an euch. Danke, dass ihr eure wertvolle Zeit nehmt und diesen Blog lest. Ohne euch wäre es doch sehr lang­weilig hier 🙂

Danke auch an alle Kun­den von Glück­shund. Ihr seid wirk­lich unglaublich toll. Danke für alle die Kom­mentare, Likes, mir eingeschick­ten Bilder und Beiträge. Ohne euch hätte ich mein Hobby nicht zum Beruf machen kön­nen. Danke <3

Ein großes Dankeschön geht auch an alle Koop­er­a­tionspart­ner. Vie­len Dank für alles.

So nun ver­ab­schieden wir uns und melden uns Anfang des Jahres mit der Vorstel­lung von ganz tollen neuen Naschis bei euch zurück.

Ich wün­sche euch allen unglaublich tolle Wei­h­nacht­stage. Lasst es euch gut gehen und genießt die Zeit mit euren Lieben. Fut­tert euch durch all die leck­eren Kekse und durch Mamas Wei­h­nacht­sessen. Knud­delt eure Vier­beiner. Ich wün­sche euch einen guten Rutsch und ganz viel Liebe, Glück, Gesund­heit und alles was dazu gehört für das neue Jahr. Ich wün­sche euch nur das Beste <3 Und das gle­ich zwei mal 🙂

Habt es fein und vergesst uns nicht <3

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Posted on: 23. Dezember 2017Sabrina

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