Wärme — und Kältetherapien beim Hund ?>

Wärme — und Kältetherapien beim Hund

Wir alle set­zen regelmäßg Wärme– und Käl­teträger ein. Bei kalten Füße, Nack­en­schmerzen und Verspan­nun­gen kommt eine Wärm­flasche oder ein Körn­erkissen zum Ein­satz. Bei Insek­ten­stichen und Prel­lun­gen helfen kalte Wickel.

Doch wie ist es bei unseren Hun­den? Kön­nen wir auch hier Kälte– und Wärmether­a­pien effek­tiv und erfol­gre­ich einsetzen?

Je nach Erkrankungsbild gilt auch für unsere Vierbeiner:

Wärme hilfe bei Erkrankun­gen der inneren Organe (zum Beispiel Nieren– oder Blasen­erkrankun­gen), Ver­schleißerkrankun­gen und Muskelverspan­nun­gen. Aber auch bei psy­chis­chen Verän­derun­gen wie Ner­vosität und innere Unruhe kann eine gezielte Wärmean­wen­dung helfen.

Kälte hilfe bei akuten Ver­let­zun­gen, Entzün­dun­gen, Insek­ten­stichen sowie bei Prel­lun­gen und Verbrennungen.

Wärme regt den Stof­fwech­sel im Kör­per an. Zusät­zlich wer­den geschwächte Abwehrkräfte verbessert. Lan­gan­dauernde Wärme lin­dert Schmerzen, führt zu einer Muske­lentspan­nung und steigert gle­ichzeitig die Regen­er­a­tions­fähigkeit des Körpers.

Doch wie kann ich die Wärme bei meinem Vierbeiner einsetzen?

Ein Körn­erkissen ist eine tolle Möglilchkeit, seinen Hund gezielt mit Wärme zu ver­sor­gen. Körn­erkissen beste­hen aus Getrei­dekörn­ern, die wahlweise im Back­ofen oder in der Mikrow­elle erhitzt wer­den kön­nen. Die Tem­per­atur sollte am eige­nen Arm getestet und als angenehm emp­fun­den wer­den. Nun kann das Kissen auf die betrof­fe­nen Kör­per­stellen des Hun­des gelegt wer­den. Dieser sollte sich hier­bei in einer entspan­nten Posi­tion befinden. Bis zu 20 Minuten kann das Kissen auf dem Hund liegen bleiben.

Eine eben­falls bekan­nte Wärmether­a­pie ist das Rotlicht. Die Lampe sollte allerd­ings nicht zu nah am Hund ste­hen und min­destens einen Abstand von 25 — 30 cm ein­hal­ten. Der Vorteil besteht in der roten Farbe, die zusät­zlich die Entspan­nung des Hun­des fördert. Die Anwen­dung sollte ca. 10 bis 20 Minuten dauern.

In der kalten Jahreszeit kann man zusät­zlich über einen Hun­de­man­tel nach­denken, der kranke sowie ältere Tiere sin­nvoll unter­stützen kann. Die Musku­latur kühlt nicht so stark aus, sodass Schmerzen und Ver­schleißerkrankun­gen wie Arthroe ver­hin­dert wer­den kön­nen. Zudem soll­ten Vier­beiner im Hun­de­sport in den Pausen während eines Train­ings einen Man­tel tra­gen, um ein Auskühlen sowie Muskelver­här­tun­gen ver­mei­den zu können.

Und was bewirkt nun eine Kälteanwendung?

Kälte bekämpft Entzün­dun­gen im Kör­per, indem die Aktiv­ität der Entzü­nungsstoffe gehemmt wird. Zudem nimmt die Schmerzempfind­ung unter der Haut sowie in Gelenken und Muskeln ab. Daher hilft Kälte ins­beson­dere bei Entzün­dun­gen der Gelenke, Blutergüssen sowie Prellungen.

Küh­lende Wickel sowie Käl­tepack­un­gen kön­nen gezielt auf dem Schmerzbere­ich für wenige Sekun­den bis hin zu fünf Minuten einge­setzt wer­den. Um Erfrierun­gen zu ver­mei­den, sollte man entweder ein Hand­tuch um den Käl­te­spender wick­eln oder aber stets kreisende Bewe­gun­gen vollziehen.

Eben­falls küh­lende Wirkung haben Quark­wickel, die zusät­zlich eine reini­gende Wirkung besitzen. Zur Her­stel­lung stre­icht man Quark auf ein Küchen­tuch und legt es direkt auf die betrof­fene Stelle. Beson­ders gute Erfolge erzielte man bei Milch­leis­te­nentzün­dun­gen bei Hündin­nen, bei Ver­bren­nun­gen sowie juck­enden Ekze­men. Die Wickel bliebt ca. 10 — 15 Minuten auf dem Hund liegen.

Eis­handtücher lassen sich schnell und ein­fach selbst her­stellen. Ein Geschirrtuch wird in Salzwasser getaucht und einge­froren. Durch das Salzwasser bleibt das Hand­tuch beweglich. Auch hier muss zwis­chen der Haut und dem Eis­hand­tuch ein weit­eres Tuch gelegt wer­den, damit es nicht zu Erfrierun­gen kom­men kann.

Sollte der Hund sich jedoch mit der Situation unwohl fühlen, so sollte die Anwendung direkt abgebrochen werden!

Bevor man eine Wärme– oder Käl­teth­er­a­pie bei seinem Vier­beiner durch­führt, sollte man jedoch vorher mit seinem Tier­arzt oder einem Hun­de­phys­io­ther­a­peuten sprechen. Denn es gibt auch eine Erkrankun­gen bei denen kein­er­lei Wärme einge­setzt wer­den darf. Hierzu zählen unter anderem Herz­erkrankun­gen, Entzün­dun­gen, Fieber sowie Krebserkrankungen.

In diesem Sinne: Kommt gut durch die kalte Jahreszeit 🙂

2015-10-25 15.12.08-1

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