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Warum du immer Leckerlis in der Tasche haben solltest

Vorab muss ich zugeben, dass ich sehr lange über­haupt keine Leck­erlis mitgenom­men habe. Lediglich für Such­spiele habe ich gezielt einige Leck­ereien in meinen Fut­ter­beu­tel gesteckt. Anson­sten wur­den Queen und Püppi lediglich mit Worten, Stre­ichelein­heiten oder einem kurzen Spiel belohnt.

Durch Zufall hat sich das nun geän­dert. Zu Wei­h­nachten und auch zu Püp­pis Wurf­tag erre­ichten uns viele Geschenke und darunter waren auch einige kleine Leck­erlis. In der let­zten Zeit habe ich diese immer mal wieder mit auf unsere Run­den genom­men. Welche Vorteile ich ent­deckt habe und warum ich auch in Zukunft wieder Leck­erlis mit­nehmen wer­den, werde ich euch heute in diesem Artikel verraten 🙂

Da ich zu Beginn schon die Such­spiele erwähnt habe, fange ich am besten gle­ich damit an. Such­spiele sind eine wun­der­bare Art, seinen Hund unter­wegs art­gerecht aus­las­ten zu kön­nen und dazu braucht man Leck­erlis. Jeder Hund nutzt gerne seine Nase und je nach Bedürfnis­sen und Möglichkeiten des Hun­des kann man hier ganz ein­fach anfan­gen und Leck­ereien ins Gras wer­fen. Das ganze kann dann zum Beispiel so gesteigert wer­den, dass der Hund vor dem Suchen warten muss bis er geschickt wird. Dadurch trainiert man gle­ichzeitig die Impul­skon­trolle. Ich nutze zum Beispiel gerne die “Suche im Dreieck”. Das bedeutet, Queen oder Püppi wer­den abgelegt. Leck­erlis wer­den ver­steckt und ich stelle mich an eine weit­ere Stelle. Hund, Leck­erlis und ich ergeben dadurch ein Dreieck. Dann wird der Hund zunächst zu einem gerufen und erst dann in die Suche geschickt. Dadurch ver­liert der Hund die Leck­erlis aus den Augen und muss kom­plett mit der Nase suchen. Such­spiele kön­nen ganz unter­schiedlich und indi­vidu­ell aufge­baut wer­den. Der Fan­tasie sind da keine Gren­zen gesetzt. Und die Impul­skon­trolle wird gle­ichzeitig mit trainiert. Aber bevor das hier zu einem Artikel über Such­spiele wird, komm ich am besten mal zum näch­sten Punkt 🙂

Leck­erlis eigenet sich zudem super als Ablenkung. Nicht jede Hun­de­be­ge­nung ist bei uns völ­lig entspannt. Wenn der andere Hund pöbelt oder auf uns zurennt, dann wird das ganze für Queen und Püppi schnell zum Stress. Mit Leck­erlis in der Hand habe ich die volle Aufmerk­samkeit und der Rest ist schnell ausgeblendet.

Frei nach dem Motto “Der Lehrling bekommt ja auch nicht mehr als der Meis­ter” habe ich mir Gedanken darüber gemacht, warum ich Queen und Püppi nicht auch mal für ein ein­faches Abrufen ein Leck­erli geben sollte. Als ich mit dem Ruck­rüf ange­fan­gen habe, haben die bei­den ständig eine Beloh­nung bekom­men. Dass ich das irgend­wann für selb­stver­ständlich hin­genom­men habe, erscheint mir heute unfair. Dabei belohne ich die bei­den nun auch wieder für Kleinigkeiten wie den Rück­ruf oder ein Bleib, wenn uns Fußgänger ent­ge­gen kom­men. Ein Leck­erli gibt es nun auch dann, wenn sie sich ein­fach von alleine an mir ori­en­tieren, indem sie zum Beispiel unaufge­fordert zu mir kom­men, wenn ein Rad­fahrer oder Jog­ger kommt.

Queen ist zwis­chen­durch ein sehr unsicherer Hund. Sie ori­en­tiert sich stark an mir und da ich dann auch oft unsicher werde, beginnt der Teufel­skreis. Aus eini­gen unsicheren Sit­u­a­tio­nen kon­nte ich sie wun­der­bar und schnell mit einem Leck­erli her­aus­holen. Bevor wir uns beide mit unserer Unsicher­heit gegen­seitig in den Wahnsinn treiben, kann durch einen fliegen­den Keks schnell die Aufmerk­samkeit umge­lenkt werden.

Es gibt zahlre­iche Gründe, Leck­erlis mit auf die Run­den zu nehmen. Wie macht ihr das? Habt ihr auch Leck­erlis dabei?

Und wo wir schon beim Thema sind, kann doch ein wenig Wer­bung in eigener Sache nicht schaden oder 😀

Wer noch ein hüb­sches Trans­port­mit­tel für die Leck­erlis sucht, wird bei uns im Shop bei den Fut­ter­beuteln und Jack­en­taschen­beuteln sicher fündig. Beide Größen gibt es nun auch kom­plett abwaschbar 🙂

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8 Comments on “Warum du immer Leckerlis in der Tasche haben solltest

  1. Ich nehme keine Leck­er­lies mit. Wenn ich anfange unter­wegs Leck­er­lies zu ver­stecken, gebe ich von vorn­herein meinen Hund das okay, alles was er auf der Straße liegt zu fressen. Kann es ehrlich gesagt nicht nachvol­lziehen, dass man dem Hund ständig Leck­er­lies in den Hals wer­fen muss. Die Hunde die an Frauchen oder Her­rchens (meis­tens sind es Frauen) Jack­en­tasche kleben und warten bis es den näch­sten Hap­pen gibt, tun mir ehrlich gesagt leid. Diese Hunde nehmen nichts anderes mehr war, sie lechzen nur nach dem näch­sten Stück.
    Bei mir wer­den Such­spiele mit Leck­er­lies im Garten gemacht und der Spazier­gang gehört allein dem Hund.
    Mein Hund sieht unter­wegs sehr glück­lich aus und ich denke, sie ver­misst nichts.
    Gele­gentlich fahre ich mit ihr in die Stadt, damit sie auch mal die Stadtzeitung lesen kann. Danach ist sie richtig müde und streckt alle Viere von sich und ich bin davon überzeugt, dass das für einen Hund genauso inter­es­sant ist, wie irgendwo auf Wiesen Leck­er­lies zu suchen.

    1. Queen und Püppi ken­nen den Unter­schied zwis­chen herum­liegen­dem Essen und Such­spie­len. Ich mache zwis­chen­durch immer Antigiftköder­train­ing mit bei­den und zufäl­lig herum liegende Essen­sreste zeigen immer wieder, dass beide den Unter­schied ver­standen haben. Bei Such­spie­len wer­den sie ja auch gezielt in die Suche geschickt. Ich schaue mir natür­lich auch vorher an, wo ich die Leck­erlis ver­stecke, also hier mach ich mir keine Sor­gen, dass sie dazu neigen kön­nten, Dinge draußen aufzunehmen.
      Queen und Püppi kleben auch keines­falls bei mir an der Jack­en­tasche. Dass der Hund quasi am Bein klebt, das ist in den meis­ten FÄllen gezielt gefördert wor­den. Nur weil ein Hund zwis­chen­durch eine Beloh­nung bekommt, klebt er noch längst nicht an der Jackentasche 🙂
      Wir scheinen auch von Grund auf unter­schiedliche Hunde zu haben. Mit “ein­fach mal Hund sein lassen” lang­weile ich meine bei­den total. Dafür haben beide — auch Püppi — einen viel zu aufgeprägten Arbeitswillen 🙂

      1. Spreche nur davon, was mir fast täglich unter­wegs begeg­net! Den­noch gilt das Naturge­setz “Aus­nah­men bestäti­gen die Regel” ;o)
        Mein Hund braucht sehr viel Kop­far­beit, aber wie gesagt, hier im Garten oder im Haus und allein für mich kommt es ein­fach nicht in Frage, es irgendwo in der Natur zu machen.
        Braucht ein aus­geprägter Arbeitswille wirk­lich Leck­er­lies? Wie viel wird wirk­lich aus Lust gemacht oder sind es nicht doch die Leck­er­lies, die es lustvoll erscheinen lassen? Erkennt das jeder Hundebesitzer?
        Draussen ist bei uns öfter mal der Ball dabei und gemein­sam den Ball aus dem Graben fis­chen, stärkt unser Teamgeist, aber eben ohne Leck­er­lies und auch nicht jeden Tag.
        Vorher hast Du doch auch keine Leck­er­lies dabei gehabt und ich denke nicht, dass die Bei­den sich gelang­weilt haben ;o)
        Je nach dem wie man seinen Hund seine tägliche Spiel­d­o­sis gibt, fordert er es auch ein.
        Lei­der beobachte ich immer öfter, dass Hunde zu viel beschäftigt wer­den und oft sogar über­fordert sind. Soll jetzt nicht heißen, dass Deine Hunde es sind. Finde nur, dass das ein sen­si­bles Thema ist und dur­chaus viel öfter disku­tiert wer­den sollte.
        Eine liebe Bekan­nte hat immer mit Leck­er­lies ihren Hund erzo­gen, heute macht ihre Hündin nichts mehr ohne und trotz das es ein Bor­der­col­lie ist, sehr viel Beschäftigt wird, ist es nicht mehr möglich ohne Schlep­pleine zu laufen.
        Selbst habe ich eine Jägerin, den­noch hat es ohne geklappt und wir laufen sogar an Wiesen mit Rehen vor­bei. Okay, wenn sie den Weg direkt kreuzen, dann rennt sie kurz hin­ter her, aber kommt auch gle­ich wieder, sie bleibt in Sichtweite.
        So wie es Otto hier schon sagt, es kommt auf den Hund an und worauf er anspricht. Einem gefräs­sigem Hund kann man alles beibringen.
        Zu Leck­er­liehunde die an der Jack­en­tasche kleben : Schade das ich sie nicht fotografieren darf (Daten­schutz), das würde ich gerne für Dich und andere Hun­de­hal­ter tun. Hier ist es lei­der weit verbreitet.…obwohl ich sagen muss, es gab schon schlim­mere Zeiten.

        1. Ich kenne auch Hunde, die wie irre an der Jacke fes­tk­leben. Ich denke jedoch, dass das genauso auch bestärkt wor­den ist. Nur, weil ein Hund mal zwis­chen­durch einen Keks bekommt, klebt er ja nicht automa­tisch an der Jack­en­tasche fest. Beobachtet man die dazuge­höri­gen Zweibeiner so bekommt man den Ein­druck, diese seien beson­ders stolz auf die “Aufmerk­samkeit” ihres Hundes.
          Aber nun zu uns: Der Artikel bein­hal­tet Gründe dafür, LEck­erlis mitzunehmen und da steh ich auch voll hin­ter. Das bedeutet aber nicht, dass ich nun nichts anders mehr mache. Queen und Püppi wer­den nun auch über Leck­erlis belohnt, aber nicht auss­chließlich. Wir nehmen nach wie vor jeden Tag Spielzeug mit auf die RUn­den und oft suchen die bei­den auch ein­fach nur ihren Ball, den ich im Laub ver­steckt habe. Wir haben keinen Garten, sodass wir darauf angewiesen sind, unter­wegs Such­spiele machen zu können.
          Natür­lich braucht ein Arbeitswille keine Leck­erlis. Das habe ich auch nie geschrieben. Wie gesagt: Der Artikel spricht von Grün­den dafür, Leck­erlis mitzunehmen. Das bedeutet aber nicht, dass es nichts anderes mehr für uns gibt. Das beduetet nur, dass nun auch wieder Leck­erlis dabei sind.
          Nicht mehr und nicht weniger 🙂
          Meine Hunde sind immer schon auf viele ver­schiedene Weisen belohnt wor­den. Für mich war es immer die Mis­chung, die uns weiter gebracht hat. Meine Hunde hören auf den ersten Ruf, jagen nicht, kom­men ohne Auf­forderung, wenn Hunde, Men­schen oder Rad­fahrer kom­men und laufen in meiner Nähe. Ich kön­nte ohne Leine spazieren gehen und müsste nicht ein­mal ein Wort sprechen. ICh denke, dass die bei­den ganze gut erzo­gen sind 🙂 Ich bin auch froh, dass ich nicht immer auss­chließlich mit Lecekrlis belohnt habe. Wie gesagt, ich denke, dass eine gesunde Mis­chung aus Spiel, Fut­ter und Stre­ichelein­heiten der richtige Weg ist.

    2. Wenn ich anfange unter­wegs Leck­er­lies zu ver­stecken, gebe ich von vorn­herein meinen Hund das okay, alles was er auf der Straße liegt zu fressen.“

      Nein, du „ver­steckst“ etwas und gibst deinem Hund gezielt die Erlaub­nis es zu suchen und zu fressen.
      Gutes Beispiel dafür: Ein Hund darf zu Hause auch mal was fressen dass auf den Boden fällt. Nach­dem ich ihm gesagt habe — „nimm’s dir!“
      Das führt aber im Gegen­teil nicht dazu dass der Hund sich auf alles stürzt das run­ter­fällt, son­dern dazu dass er von selbst Kon­takt aufn­immt und fragt.

      Kann es ehrlich gesagt nicht nachvol­lziehen, dass man dem Hund ständig Leck­er­lies in den Hals wer­fen muss.“

      Ja, da hast du wohl mehrfach was falsch verstanden.

      Die Hunde die an Frauchen oder Her­rchens (meis­tens sind es Frauen) Jack­en­tasche kleben und warten bis es den näch­sten Hap­pen gibt, tun mir ehrlich gesagt leid. Diese Hunde nehmen nichts anderes mehr war, sie lechzen nur nach dem näch­sten Stück.“

      Solchen Leuten bin ich ehrlich gesagt noch nie begeg­net. Ausser du meinst die Sit­u­a­tio­nen, in denen der Hund unbe­d­ingt abge­lenkt wer­den muss und man sich qui­etschend mit dem toll­sten Leck­erli zum Affen macht bis er einen vol­lkom­men Weltvergessen anhimmelt.

      Wie gesagt wäre es mir schon irgend­wie aufge­fallen, wenn bei den ganzen Leuten mit Leck­erli plöt­zlich die Hunde die Hälfte der Zeit per­fekt bei Fuß laufen würden. 😉

      Ich habe auch IMMER Leck­erli dabei. Man weiß ja nie was draußen passiert.

      Und ja, meine Hündin pro­biert das auch ab und an mal — „ich klebe jetzt so lange an Frauli bis ich noch was bekomme“.
      Nach ner Minute merkt sie dann schon dass es nix gibt und beschäftigt sich mit was Anderem.
      Die Hunde sind ja nicht doof, und wir Men­schen die Leck­erli zur pos­i­tiven Ver­stärkung benutzen auch nicht. 😉

  2. Ich finde häu­fige Leck­erlis­gabe ist prak­tisch eine Notlö­sung wenn das Tier auf was anderes nicht reagiert. Bei Katzen finde ich das sogar sin­nvoll, weil Katzen zu “erziehen” wesentlich schwieriger ist .

    Bei Hun­den sollte man meiner Mei­n­ung nach bei Beloh­nung den Spiel­trieb und die “Rudeltiereigen­schaften” aus­nützen um eine enge Bindung und damit “Fol­gsamkeit” zu fördern. Pos­i­tives Feed­back sollte nicht über­wiegend durch Leck­erlis erfol­gen son­dern zum Beispiel durch Über­las­sung des Lieblingsspielzeuges.
    Hunde mit aus­geprägtem Spiel­trieb sind leichter zu erziehen. Gut “erzo­gene” Hunde sind leichter in kri­tis­chen Sit­u­a­tio­nen zu beherrschen.
    Manche Per­so­nen haben ohne Aus­bil­dung eine aus­geprägte Hand für Tiere . Die meis­ten soll­ten aber eine gute Hun­de­schule besuchen um sich das anzueignen .

  3. Hallo,
    das sind ja nicht “unbe­d­ingt” Gründe^^
    Ich habe selte Kekse dabei –Haup­tur­sache ist — ich vergesse sie. Bin ja schon forh wenn ich an Leine und Kot­beu­tel denke und deswe­gen nicht wieder zurück­laufen muss. Ich bin aber auch in der “glück­lichen” Posi­tion das meim Non­ster sch auch für einen Staubkorn begeis­tern kan — solange ich mir für den Staubkorn begeis­ter und der Knirps macht eh immer das was der Große macht.

    Wofür Kekse super sind: Auf ein zu bret­terde “Tut­nixe” abzuwehren. Ist auch irgend­wie net­ter als ihnen die Wasser­flasche vor die Pfoten zu werfen.
    Wenn ich neue Sachen übe, für die der Hund nciht so hochfahren soll nehme ich Kekse mit oder wenn ich weiß das wir recht sicher in Sit­u­a­tio­nen kom­men die äußerst unan­genehm sind und bei denen der Hund an der Leine bleiben muss, nehme ich auch Kekse mit. Anson­sten reicht uns der Staubkorn oder der grüne Ball von Starmark.

    Such­spiele gibt es hier nur mit Spielie, ich bin mir nie sicher ob meine Chaostruppe wirk­lich alles findet und möchte anderen Hun­de­hal­tern gerne den Schreck ers­paren wenn ihr Fiffi aufein­mal irgend­was frisst, was auf der wiese lag…

    Kekse kön­nen sie auf der heimis­chen Weide suchen, da schauen dann höch­sten mal die Zossen etwas sngeekelt

    Ley mit Mon­ster und Knirps

  4. Ich finde es vol­lkom­men okay, Leck­er­lies mitzunehmen. Solange man die Vier­beiner nicht über­füt­tert und sich alles im Rah­men hält, sehe ich da auch keine Prob­leme. Mein Car­los hat ab und zu Schwierigkeiten mit Fahrrad­fahrern (vor allem, wenn im Som­mer so viele unter­wegs sind), da habe ich ganz gerne ein paar Leck­er­lies zur Ablenkung dabei 🙂 Sicher­lich kön­nte man auch anders an das Prob­lem herange­hen, aber es klappt sehr gut und ich finde es auch nicht ver­w­er­flich, zumal ich die Leck­er­lies sehr oft sehr oft selbst mache und dann auch weiß, was drin ist.
    Eure Trans­port­mit­tel für die Leck­er­lies sind übri­gens sehr hübsch 🙂
    Liebe Grüße
    Lisa

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