Warum ich kein beliebter Hundebesitzer bin ?>

Warum ich kein beliebter Hundebesitzer bin

Würde man in meiner Nach­barschaft und näheren Umgeben nach einer jun­gen Dame mit einem Schäfer­hund und einem kleinen weißen Wuschel fra­gen, dann würde wahrschein­lich nie­mand einen Freuden­sprung machen. Ja, es ist wahr. Ich gehöre wohl nicht zu den beliebtesten Hun­debe­sitzern hier in der Gegend.

Doch ich fange am besten mal ganz vorne an.

In unserem Stadt­teil gibt es nicht allzu viele Hunde und mit­tler­weile kennt man sich. Direkt am Ende der Straße begin­nen Wiesen und Felder, die in einem kleinen Wald­stück enden, kurzum: hier gehen alle spazieren. Man trifft sich. Das lässt sich nicht vermeiden.

Hier gibt es ver­schiedene Hundebesitzer:

Es gibt eine kleine Gruppe, die sich mor­gens um Punkt halb neun und nach­mit­tags um genau halb drei an einer Ecke trifft. Gemein­sam laufen schle­ichen sie dann zu einer Wiese. Dort ver­weilen sie ziem­lich genau eine halbe Stunde. Die Gruppe steht immer an der gle­ichen Stelle. In der einen Hand die Hun­deleine, in der anderen Hand einen trag­baren Kaf­fee­becher. Die Hunde machen was sie wollen und ich bin mir bis heute nicht sicher, wer eigentlich zu wem gehört. Nur einen Hund kann ich ein­deutig zuord­nen. Die Hündin wohnt nur wenige Häuser weiter und ist nicht zu ver­wech­seln. Denn sobald sie das Haus ver­lässt, bellt sie unun­ter­brochen. Das dazuge­hörige Zweibein ver­hält sich, als sei sie taub. Kom­men­tar­los läuft sie mit der Hündin zu dem Tre­ff­punkt. 8.30 Uhr und 14.30 Uhr. Jeden Tag. Begeg­net man sich, so nutzt sie eine kleine Atem­pause ihrer Hündin um nett lächelnd zu grüßen. Die Hündin ist riesig und entsprechend laut. Geht man seine Runde zu diesen Zeiten, hört man sie die gesamte Runde bellen. Das ist wirk­lich nervig. Aber es hat auch seine gute Seiten, denn so weiß ich, wann die Gruppe wieder auf der Wiese ist und ich muss diesen Weg gar nicht erst ein­schla­gen. Sollte man näm­lich doch ein­mal dort ent­lang laufen, kom­men zwis­chen 8 und 10 Hunde direkt auf uns zuger­annt und ren­nen unge­bremst in Queen und Püppi rein. Zu Anfang habe ich laut gerufen, ob sie bitte kurz ihre Hunde zu sich holen kön­nten. Nach­dem sie sich wort­los wieder umgere­dreht und sich ihrem Kaf­feeklatsch gewid­met haben, fing ich an diese Strecke zu meiden.

Und dann gibt es noch die “Darf meiner mal Hallo sagen” — Frak­tion. Hier­von haben wir auch einige. Manche fra­gen sogar jedes mal aufs Neue. Ganz ehrlich: hier wohnen wirk­lich nicht viele Hunde, nur zwei Schäfer­hunde und nur ein­mal die Kom­bi­na­tion von Schäfi und Shih Tzu, aber nein, man muss ja jedes mal wieder fragen.

Ich entschuldige mich jedes mal fre­undlich und erk­läre, dass meine kein “Hallo sagen” möchten. Doch egal wie fre­undlich man ist, das ver­steht hier nie­mand. Frei nach dem Motto “Jeder Hund will doch immer zu anderen Hun­den” wird man mit riesen Augen ange­se­hen. “Aber meiner geht sonst nicht an Ihnen vor­bei, wenn er nicht mal kurz rüber darf.” Sorry, aber dieser Stelle kommt unter Umstän­den schon mal ein “das ändert jetzt aber nichts” oder wenn es schon meine vierte Bege­nung dieser Art auf einer Runde ist ein “das ist nicht mein Problem”.

Ich gehöre grund­sät­zlich zu den Hun­debe­sitzern, die ihre Hunde anleinen, wenn ein anderer Hund kommt. Und ich gehöre auch zu den­jeni­gen, die fre­undlich darum bit­ten, sollte der ent­ge­genk­om­mende Hund ohne Leine laufen. Auch ein “der tut aber nichts” ändert meine Mei­n­ung da nicht. Und je nach­dem wie stur und beratungsre­sistent mein Gegenüber ist, kommt von mir unter Umstän­den auch mal ein “aber meiner tut was”. Spätestens dann machen sie sich eigentlich auch auf den Weg ihren Vier­beiner einzusam­meln. Schade, dass man zu solchen Sätzen greifen muss, damit endlich die Leine an das Hals­band kommt.

Ich habe sogar schon mal eine gelbe Schleife an meine Leinen gemacht. Habe dann auch gefragt, ob man die gelbe Schleife nicht gese­hen hätte. Doch nie­mand wusste, was das bedeutet.

Hier gibt es einige Wege, die sind sehr sehr schmal aber kurz. Die meis­ten warten am Ende, wenn sie sehen, dass ihnen auf den Weg ein anderer Hund ent­ge­gen kommt. Finde ich sehr nett und rück­sichtsvoll und ich bedanke mich jedes mal über­aus fre­undlich, denn der Weg ist wirk­lich ultra schmal und man muss mit seinem Hund in die Bren­nes­sel auswe­ichen, wenn man nicht frontal in den anderen rein­laufen will. Einige warten jedoch nicht und kom­men frontal auf einen zuge­laufen. Ich nehme meine bei­den dann immer zur Seite und weiche so weit es geht in Rich­tung Zaun aus. Wenn der andere es genauso macht, kann man aneinan­der vor­beilaufen. Zwar eng und für die Hunde alles andere als entspannt, aber es würde gehen. Ich erin­nere mich noch gut an eine Dame, die ihren Hund immer unan­geleint laufen lässt. Sie hat auch keine Leine dabei und als sei das noch nicht genug, hört der Hund nicht mal auf seinen Namen. Und so stand der Yorkie genau vor uns, sodass wir auf dem engen Weg nicht vor und nicht zurück kamen. Queen wurde schon nervös und Püppi ver­steckte sich hin­ter mir. Der Hund kam immer näher, schle­ichend mit gesenk­tem Kopf und fix­ieren­dem Blick. Kurz vor uns blieb er ste­hen. Queen knurrte.

Völ­lig entsetzt guckte die Frau mich an. “Ihr Hund ist ja böse.” Oh ja. Ich gebe es zu: Dieser Satz reichte bei mir schon aus, um mich auf die Palme zu brin­gen. Ich erin­nerte mich an einen Vorschlag von der lieben San­dra für Begeg­nun­gen dieser Art. “Nein mein Hund ist nicht böse. Das ist ihr Magen. Die hat bloß Hunger.”

Sie schnappte sich ihrem Yorkie, klemmte ihn sich unter die Arme und ran­nte weg. Seit dem Tag dreht sie sich um sobald sie uns sieht. Ich hake das mal als “Teil­er­folg” ab 😀

Ich habe hier noch nie jeman­den getrof­fen, der darum bit­tet unan­geleinte Hunde anzuleinen. Einige Hunde laufen grund­sät­zlich an der Leine, doch dessen Besitzer trauen sich irgend­wie nicht darum zu bit­ten. Sie drehen sich lieber um oder krabbeln auswe­ichend ins Gebüsch. Muss man also der Rück­sicht­slosigkeit ausweichen?

Vor Kurzem traf ich eine Dame mit einem jun­gen Mün­ster­län­der. Wir kamen ins Gespräch. Sie hatte ihren Hund angeleint und übte während des Gesprächs mit ihm, dass er ruhig liegen blieb. Wir quatschen kurz, waren uns gle­ich sym­pa­thisch. Dann frage sie “Sagen Sie mal. Wohnen hier eigentlich nur rück­sicht­slose Idioten?” (Nur um es deut­lich zu machen. Sie sagte das. Nicht ich :D)

Die meis­ten Hunde laufen grund­sät­zlich ohne Leine. Viele haben gar keine Leine dabei. Einige Hunde tra­gen nicht mal ein Hals­band um sie zumin­d­est fes­thal­ten zu kön­nen. Kaum ein Hund wird gerufen, wenn ein anderer Hund auf­taucht. Frei nach dem Motto “das regeln die schon unter sich”. Und dabei ist hier in Nieder­sachen Pflicht zum “Hun­de­führerschein”. Von anderen habe ich erfahren, dass dieser doch ganz ein­fach umgan­gen wer­den kann. “Ein­fach nicht den Hund beim Ord­nungsamt melden. Dann kommt auch keiner mit der Prüfung.”

Ich komme nicht umher mich zu fragen:

Ist Rück­sicht­slosigkeit nun schick? Haben die Hun­debe­sitzer ihr Gehirn zusam­men mit der Leine an der Garder­obe hän­gen lassen?

Ist es zuviel ver­langt, mitzu­denken und dem anderen seinen Raum zu lassen?

Kann man fre­undlich for­mulierte Erk­lärun­gen nicht ein­fach akzep­tieren? Wobei ich es schon albern finde, mich über­haupt erk­lären zu müssen, wenn ich keinen Hun­dekon­takt möchte.

Ich möchte meine Freizeit nicht mit unbekan­nten Men­schen ver­brin­gen. Ich möchte die Runde nutzen, um mich mit meinen Hun­den beschäfti­gen zu kön­nen. Ich bin weder auf der Suche nach einem Gesürächspart­ner, noch auf der Suche nach einem Spiel­fre­und für meinen Hund, damit er “sich mal so richtig aus­to­ben” kann.

Ja, es stimmt. Ich bin bes­timmt nicht der beliebteste Hun­debe­sitzer hier in der Gegend. Aber das ist in Ord­nung so.

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22 thoughts on “Warum ich kein beliebter Hundebesitzer bin

  1. Oh jaaaaa.… solche kenne ich auch. Ich bin aber mit­tler­weile Profi im Auswe­ichen, alter­na­tive Strecken suchen oder im andere Hunde weg­brüllen. Die Hun­de­hal­ter kön­nen mich auch nicht lei­den. Aber das ist mir egal. Mein Hund mag mich, das ist mir wichtiger. In diesem Sinne… ich wün­sche dir weit­er­hin Ner­ven wie Draht­seile und eine gut geölte Stimme. 

    Flauschige Grüße
    San­dra & “Untier” Shiva

    (so wurde sie unlängst betitelt, als sie einen Der-Tut-Nix zusam­men­stauchte, der es wagte in sie reinzurumsen)

    1. wer kennt das nicht? sobald man andere Hun­debe­sitzer (wenn man sie so nen­nen möchte ) trifft, muss man sich erk­lären warum man keinen Kon­takt mit den anderen Hun­den möchte. Ich habe zwar immer Leinen bei meine bei­den Hunde laufen allerd­ings frei. Ich habe beide so gut unter Kon­trolle das ich sie frei abset­zen kann. Ich sage immer allen anderen Hun­debe­sitzer das ich nicht möchte das Ihre Hunde zu uns kom­men.( Natür­lich gibt es auch Aus­nah­men, wenn die Hunde bekannt sind ) Bis heute ( beide Hunde sind 8!!!! ) ist es höchst sel­ten das andere Besitzer das akzep­tieren geschweige denn IHRE Hunde von meinen fern hal­ten kön­nen. Ein gelbes Hal­stuch habe ich einer meiner Hündin­nen auch ange­zo­gen, gebracht hat das gar nichts. Die wenig­sten Men­schen wis­sen was das bedeutet. Ein wun­der­bares Beispiel war vor 2 Monaten. Ich bin mit meinen bei­den unter­wegs, es kom­men 2 Män­ner, 1 Frau mit ins­ge­samt 6 Hunde auf mich zu. Die Hunde liefen frei und die Per­so­nen unter­hiel­ten sich ganz rege. Ich habe meine bei­den am Weges­rand abge­setzt und die Per­so­nen gebeten Ihre Hunde von meinen fern zu hal­ten. Die Frau fragte mich : Dür­fen die Hunde sich nicht begrüßen? Ich darauf : ” NEIN , eine meiner Hündin­nen ist ein Angsthund und wurde schon 6 mal gebis­sen. Kommt ein fremder Hund auf sie zu, wird sie fresch.” Die Frau und einer der bei­den Män­ner haben sofort Ihre Hunde angeleint. Da der andere Mann seinen laufen ließ, ging ich davon aus das seine Hunde hören wür­den — Pustekuchen — einer Seiner Hunde ging sofort auf meine los und trotz rufen, brüllen usw ließ der sich nicht von meinen abrin­gen. Meine Hunde sind zwar sitzen geblieben, haben aber gekrurrt und als der andere sich auf den “Angsthund” stürzen wollte bin ich dazwis­chen und auch meine Hunde sind aufge­sprun­gen. Der Hun­debe­sitzer ist total aus­ge­flippt und hat mich ange­grif­fen mit den Worten: wenn sie SOOO einen gefährlichen Hund haben der beisst, müssen Sie Ihren Hund gefäl­ligst anleinen , damit so etwas nicht passieren kann!!!! Mir blieb echt erst mal die Spucke weg. Dann — muss ich zugeben — ist mir der Kra­gen geplatzt. Ich habe Ihn dann ange­brüllt : klar MEIN Hund hat noch nie bebis­sen, bleibt sitzen, hört wenn man sie ruft und die soll ich anleinen, damit IHREM Hund , der nicht hört, frei läuft, meinen angreift nichts passiert und jetzt die Intel­li­genz Frage : wo ist da der Fehler???? — ich war echt ein böses Vor­bild für meine Hunde. Ich glaube ICH darf nur noch angeleint mit Maulkorb raus ( wenn ich so AGRO werde ) In diesem Sinne — schöne Spaziergänge mit Euren Hunden !!!

  2. Hey, das klingt nach meinen ersten Wochen mit Aaron hier. Da war ich auch für alle die Spielverder­berin dessen Hund nicht von der Leine durfte und auch nicht für ein Hallo sagen bereit stand.
    Mit­tler­weile ist Aaron aber der Hund der brav an meiner Seite läuft, wenn uns die anderen Hunde begeg­nen, während diese ihre Besitzer durch die Gegend ziehen. Wir haben sehr viele Hunde hier, aber diese Leinen mit­tler­weile ihre Hunde auch immer an (es gibt nur 3 Leuten denen ich auswe­ichen muss). Aber dafür habe ich rund um meine Stadt rum sehr viele Ecken wo ich nicht mehr laufen gehe. Da laufen die Hunde ohne Leinen, wollen nur Hallo sagen etc.
    Ich fahre stattdessen dann an die See, dort findet man immer ein ruhiges Fleckchen.
    Schön, dass du auch mal eine gle­ich­gesin­nte bei dir in der Nach­barschaft getrof­fen hast.
    viele liebe Grüße
    San­dra und Aaron

  3. Meine Tochter und ich gehen mit 3 Hun­den spazieren. Sie hat einen unkas­tri­erten Rüden, der nun mal lei­der nicht gut auf andere unkas­tri­erte Rüden zu sprechen ist. Daher leint sie ihn an, wann immer andere Hunde unseren Weg kreuzen. Meine (undankbare) Auf­gabe besteht darin, mit meinen Hun­den Kon­takt zu dem jew­eili­gen anderen Hun­debe­sitzer aufzunehmen und ihn zu bit­ten, seinen Hund anzuleinen, so es sich denn um einen unkas­tri­erten Rüden han­delt. Oft sind end­lose Debat­ten und Unver­ständ­nis die Folge. Ich habe in meiner Hun­de­schule (es ist die beste von allen seb­stver­ständlich) gel­ernt: “Kommt dir ein angelein­ter Hund oder ein Spaziergänger ent­ge­gen oder siehst du einen Rad­fahrer, gehört dein Hund an die Leine! Ebenso an unüber­sichtlichen Stellen!” Ist das so schwer?

    1. ja, es scheint immer schw­erer zu sein. Ich erk­läre meinen Schülern auch, dass es wichtig ist seinen Hund anzuleinen, wenn ein angelein­ter Hund kommt oder ein Jogger/Radfahrer/Reiter.……
      Ich selbst habe mir abgewöhnt, zu bitten!
      Ich sage laut und deut­lich, dass meine Hunde einen ansteck­enden Pilz haben.
      Schade, dass Rück­sicht und Ent­ge­genkom­men Heute so schwer scheint.

    2. Endlich bringt es mal jemand auf den Punkt. Wenn ich jeman­den sehe der den Hund angeleint hat hab ich meine auch immer angehängt.
      Mir wird schon bange. Unser neuer Hund kommt in weni­gen Tagen vom Tier­schutz und muss noch an der Leine gehen. Hier laufen sämtliche Hunde ohne Leine. Ich denke wir wer­den die näch­sten wochen auch Ner­ven wie Draht­seile brauchen

  4. Ich hab mich bei jedem Satz deines Berichts wiederge­fun­den. Ich hatte 15 Jahre lang einen Labrador, der sehr wäh­lerisch war in der Auswahl seiner Kumpels. Und unhöfliche Hunde wur­den kurz­er­hand flach gelegt. Er ging gerne jedem Kon­takt mit frem­den Hun­den aus dem Weg, was bei freilaufenden ziem­lich schwierig war. Eine Dame mit grund­sät­zlich frei laufen­dem, kläf­fen­dem Hund küm­merte sich nie darum. Irgend­wann habe ich sie mal ange­sprochen und ihr gesagt, dass ich es ziem­lich frus­tri­erend finde, dass ich seit 5 Jahren fast jeden Tag diese Sit­u­a­tion mit ihrem Hund erlebe und dass aus­nahm­s­los immer ich dafür sor­gen muss, dass nichts passiert. Zitat: Die regeln das schon unter sich” Brechreiz und hohen Blut­druck ignori­ert und ruhig geant­wortet: da bin ich sogar ganz sicher, das die das unter sich regeln. Aber wenn ein Hund ( meiner in dem Fall) unge­fähr 3 mal so gross ist wie der andere ( ihrer) dann ist die Wahrschein­lichkeit ziem­lich hoch, dass uns das Ergeb­nis dieser Klärung nicht so gefällt. Die regeln das näm­lich nicht, indem sie sich bei einer Tasse Kaf­fee mal zusam­menset­zen und drüber sprechen.
    Ergeb­nis dieses Gesprächs: Null.
    Beim näch­sten Tre­f­fen hatte sie wieder keine Leine dabei, der Hund pöbelte schon von weitem hys­ter­isch auf dem schmalen Weg während Frauchen mit entrück­ter Mine auf dem Fahrrad 20 m voraus fuhr als gehe sie das alles nichts an. kolja windet sich vor Pein­lichkeit an der Leine und ver­sucht den Giftzw­erg zu ignori­eren. Ich hab ihr nach gerufen: he, Sie! Wenn sie ihren Hund nicht mehr haben wollen, dann lassen sie ihn ruhig weiter frei laufen, Kolja ist ihnen da gerne behil­flich! Was glaubt ihr: passte . Seit­dem ist sie uns aus dem Weg gegan­gen. solche Leute ner­ven. Auf meiner per­sön­lichen Hitliste kom­men die gle­ich nach denen, die sich berufen fühlen, einen Her­den Schutzhund von der Strasse zu ” ret­ten” . Gewalt­frei, ihr wisst schon. Nach dem Motto: es macht mich trau­rig wenn du kleine Hunde umbringst.…

  5. Ich habe mir tat­säch­lich angewöhnt zu sagen das meiner Flöhe hat…schwupps, die meis­ten Men­schen rufen ihre Hunde ran. In der Nach­barschaft wird wahrschein­lich getuschelt weil mein Hund immer Flöhe hat, aber so lange es zieht ist es ok für mich. Ich habe keine Lust mehr auf Bit­ten, Erk­lären, usw…
    Also ich kann dich total ver­ste­hen, ich weiß nicht was mit den Men­schen los ist. Ich weiß das ich Micky nicht zwin­gend abrufen kann wenn andere Hunde in seine Rich­tung kom­men, also bleibt er viel an der Leine, was aber ok ist, für ihn, für mich! Und andere haben ihre Ruhe!

    Ganz liebe Grüße Alex & Micky

    1. Das habe ich auch mal gerufen. Da kam nur zurück “Macht nix. Meiner bekommt SpotOns”
      Da will man sich doch wirk­lich nur noch vor den Kopf schlagen 😀

  6. Ich dachte sofort , das hätte auch von dir kom­men kön­nen und weiß ehrlich gesagt nicht ob ich darüber lächeln soll oder mich ärg­ern denn es scheint offen­sichtlich lei­der doch so , dass es an anderen Orten nicht anders ist wie bei uns . Auch gehöre ich dann wohl zu den nicht so beliebten Hun­de­hal­tern aber das ist ok für mich , denn anscheinend kommt man lei­der nicht anders in den Genuss seine Hun­derun­den in Ruhe laufen zu kön­nen . Man kennt mich hier mit­tler­weile und weiß dass ich sehr bis­sig wer­den kann wenn man meine Art der Hun­de­hal­tung nicht respek­tiert , denn wir haben eine Anrecht darauf nicht belästigt zu wer­den 😉 Ich gehe hin­aus in den Wald um mit meinen Hun­den Spaß zu haben und nicht um den neusten Klatsch und Tratsch zu erfahren . Ich brauche auch keine Sozialkon­takte , denn davon habe ich aus­re­ichend und ich gönne mir den Luxus mir meine Fre­unde selbst auszusuchen . Egal wie man es macht es ist sowieso nicht richtig ! Bist du nett und fre­undlich , nutzt man es aus und du hast keine per­sön­liche Kom­fort­zone mehr . Bist du ger­ade aus und sagst was du nicht magst , dann bist du eine einge­bildete Nuss die alles besser weiß . Danke für den über­aus ehrlichen Beitrag , wenn ich kön­nte würde ich min­destens 10 Dau­men nach oben geben (Y)

  7. Kommt darauf an, wo man lebt. Bei uns am Land ist das bei weitem nicht so prob­lema­tisch und kann daher lock­erer gese­hen werden.

  8. Es scheint über­all das gle­iche Schaus­piel zu sein — lei­der! Ich hab auch schon alles mögliche gerufen, da wird auch schon mal auf Durchzug gestellt oder über­hört. Und Diskus­sio­nen fange ich nicht mehr an. Das verdirbt den Tag und tut uns nicht gut 😉
    Ich wurde bere­its 2 mal anger­aunzt, WEIL ich meinen Hund angeleint hatte! Das erste mal wurde es ver­glichen mit “das ist ja so, als würde man auch Kinder an der Kette haben” .… Und selbe Per­son, anderes Mal (erken­nen die einen nicht wieder ???) meinte mir hin­ter­her­rufen zu müssen, ich müsse meinem Hund doch auch mal Sozialkon­takte erlauben. Da hab ich mich umge­dreht und gesagt” Jo, haben wir auch, sind aber eben aus­gewählte…!”, hab mich wieder umge­dreht und bin weit­erge­gan­gen. Mal sehen, ob er sich das bis zum näch­sten Mal gemerkt hat?!
    Manch­mal scheint es mir, als ob dieses “ohne-Leine-laufen-lassen” eine Art Selb­st­bestä­ti­gung der Besitzer ist. Der Hund kann noch so besch…eiden hören, egal wie forsch oder ängstlich die Hunde sind, das freie Laufen scheint irgend­wie sig­nal­isieren zu sollen “Schaut her, ich kann das mit meinem Hund” (und du, mit der Leine da, anscheinend nicht…)
    Die gehen diese Run­den auch nur aus “Notwendigkeit” und auf­fal­l­end ist: der Hund ist nie in der Nähe des Herrchens.
    Da wird schnell die 20 Minuten Runde genutzt um die Hunde laufen zu lassen. Da das ja aber nicht reicht, am lieb­sten noch mal kurz wild toben mit anderen und zack ist (wom­öglich die ganze) Tages­beschäf­ti­gung erledigt.
    Aber ganz erhlich, solche Besitzer sind bei mir unten durch, aber so richtig!
    Die richtig guten Hun­de­führer, da trabt der Hund nahe dem Her­rchen und geht auch ohne Leine schnurstracks an allem vor­bei. Davon habe ich bis jetzt 1 (einen!) getrof­fen — und wir haben hier echt viele Hunde.
    Und äuf­fäl­lig ist, dass Men­schen mit kleineren Rassen, immer wollen, dass sich unsere Hunde mal beschnüf­feln soll(t)en. Da frage ich mich ganz oft, ob die das als Mut­probe für ihren Hund anse­hen??? (Ich hab ‘nen Riesenschnauzer 😉 )

    Ich hab auch schon alle möglichen Sit­u­a­tio­nen gehabt… ganz schlimm, wenn meine lütte Tochter dabei ist. Ein­mal wurde sie ange­gan­gen von nem “Freiläufer”, weil sie Leck­er­lie in der Tasche hatte.
    Lei­der, lei­der bin ich oft­mals von soviel Igno­ranz und Dummheit so geplät­tet, dass ich nur wort­los dastehe. Manch­mal ärg­ere ich mich im Nachinein so doll über mich, dass ich mein Gegenüber nicht mal richtig, aber so richtig kon­fir­miert habe.…
    Denn mögen, nein mögen muss mich keiner.
    Mit­tler­weile haben wir unsere Routen gefun­den. Da läuft kein anderer Hund, und selbst ich leine da dann ab.
    In diesem Sinne: Wir wer­den sie nicht bekehren, die igno­ran­ten, besser­wis­senden Hun­de­hal­ter. Haupt­sache wir bleiben unserer Linie treu und finden unseren Weg damit umzuge­hen. Wie heißt der Spruch noch???
    “Du kannst sie nicht alle töten…” *lachweg*
    Gruß und immer entspan­nte fröh­liche Run­den @all
    Bianca

  9. ich DANKE dir her­zlichst für diesen Beitrag, du sprichst mir damit aus der Seele! Ich hatte schon so viele ähn­liche Sit­u­a­tio­nen und hab teil­weise schon gedacht, ich bin zu eng­stirnig mit dem Wun­sch nach Rück­sicht­nahme. Es ist zwar trau­rig, dass so viele Men­schen so beratungsre­sistent sind, aber doch ist es ein Stück weit trös­tend, dass ich nicht die einzige bin, die das so sieht!

  10. Ich bin Rei­t­erin und musste mich neulich von einer Hun­debe­sitzerin ange­hen lassen die ihren Hund weder angelei­hnt hatte noch war er abruf­bar. Er hat dann gemeint den Schweif von meinem selb­stver­ständlich Schritt gehen­den Pferd jagen zu müssen. Als ich ihr gesagt habe dass das für ihren Hund ziem­lich übel aus­ge­hen kann wenn das Pferd nicht ganz so cool und gut erzo­gen ist wie meiner und zutritt kam von ihr noch der rotzfreche Kom­men­tar dass es ja auch unver­ant­wortlich wäre mit einem Tier den Hof zu ver­lassen das man offen­sichtlich nicht im Griff hat… Da hat es dann sogar mir kurz die Sprache verschlagen

  11. Einige von euch wer­den ihre Kom­mentare unter diesem Beitrag ver­mis­sen oder sich wun­dern, warum der Kom­men­tar nicht veröf­fentlicht wurde. Dass diese Kom­mentare gelöscht wor­den sind, liegt nicht daran, dass Kri­tik hier nicht erwün­scht ist (das ist sie ein­deutig!), son­dern dass die Kom­mentare anmaßend, respek­t­los und zum Teil belei­di­gend gewe­sen sind.
    Ich kön­nte nun erk­lären, warum ich anleine, aber ich möchte ein klares Zeichen set­zen: Nie­mand muss sich dafür recht­fer­ti­gen, wenn er seinen Hund an der Leine führt. Das kann tausend Gründe haben und nie­mand hat das Recht darüber zu urteilen.
    Jeder sollte den Respekt aufweisen und das akzeptieren!
    Und natür­lich kann man seinen Hund auch unan­geleint an anderen vor­beiführen. Auch ich bin dazu in der Lage. Aber ich mache es nicht, son­dern leine an. Denn woher soll mein Gegenüber wis­sen, dass ich kom­men­tar– und prob­lem­los vor­beige­hen kann? Das kann mein Gegenüber nicht wis­sen und zuviele behaupten es ein­fach, während die Hunde doch rüber ren­nen. Ich leine an, weil es sich so gehört. Weil ich mein Gegenüber nicht in eine stres­sige Sit­u­a­tion brin­gen will. Ich will nicht, dass sich jemand meinetwe­gen unwohl fühlt.
    Nie­mand muss sich recht­fer­ti­gen, wenn er seinen Hund anleint. Denn hat das etwas mit Respekt und Anstand zu tun.
    Mehr möchte ich zu dem Thema auch nicht mehr sagen.
    Ich bedanke mich für alle Kommentare.
    Weit­ere Kom­mentare sind natür­lich gern gese­hen. Kri­tik bleibt erwün­scht, solange sie respek­tvoll und nicht anmaßend und verurteilend ist.
    Vie­len Dank für euer Verständnis

  12. Hach, ich kenne das tägliche Leid. Meine wiegt 6,5 Kg, springt auf bei­den Hin­ter­läufen vor Aufre­gung, wenn uns ein Hund begeg­net. Ich kann aber nicht üben, an anderen Hun­den RUHIG vor­bei zu gehen, weil die lei­der zu 90 % ohne Leine auf uns zulaufen.
    Ein “kön­nen Sie Ihren Hund bitte anleinen?” scheint eine per­sön­liche Belei­di­gung zu sein. Meist wird es ignori­ert. Mitunter nehme ich Wilma auf den Arm.
    Neulich: Wilma an der Leine, Paar mit 2 weißen Schä­fis und riesem Mis­chling kommt. Ein Schäfi wurde am Hals­band fest­ge­hal­ten, die anderen bei­den liefen frei. Einer auf meinen Hund zu, ich stelle mich dazwis­chen, der andere kommt von hin­ten an meinen Hund und ich sage: Ist nicht so schön, wenn einer an der Leine ist, hal­ten Sie Ihren bitte fest.” Kom­men­tar: Ach komm, halt die Klappe und geh weiter…” Was soll man da noch sagen?
    Mein Spruch “die ist läu­fig” wurde ignori­ert. “Issn junger Rüde, der weiß noch gar nicht was da los ist…” “Issne Hündin” etc.. Jetzt hat Wilma ein­fach immer Zwinger­hus­ten 😀 Trau­rig, dass man sich so erk­lären MUSS, damit da über­haupt mal was passiert…

  13. ich laufe täglich mit 2 bis 5 Hun­den je nach­dem wie viele Gasthunde ich ger­ade habe und da ich es leid bin ständig erk­lären zu müssen warum meine an der Leine sind, rufe ich schon von weitem: Meine sind unverträglich und beißen eventuell. Klappt immer. Hun­debe­sitzer und deren Vier­beiner, die wir ken­nen, freuen sich auf meine “unverträglichen” Rowdys.

  14. Wir haben seit ein paar Jahren keine Hunde mehr, aber ich erkenne mich in den Beiträ­gen wieder. Genauso ist es uns oft ergan­gen. Unsere bei­den let­zten Klein­pudel hat­ten Beglei­thund­prü­fung und haben uns soviel Freude gemacht. Heute rege ich mich immer­noch auf über Arro­ganz und Igno­ranz lei­der vieler Hundehalter.

  15. Ich muss schmun­zeln, bei Ihren Schilderun­gen, denn ich kön­nte zu jeder ein erlebtes Beispiel erzählen. Es hängt auch vom Ver­hal­ten des eige­nen Hun­des ab, wie geplagt man sich von solchen Igno­ran­ten fühlt, denn es ist, sollte etwas passieren, eine Recht­san­gele­gen­heit. Diese Frauen­grup­pen, die sich mit ihren Hun­den zusam­men­schließen nach dem Motto: Wir kön­nen andere tyran­nisieren, entste­hen immer wieder, lösen sich aber auch schnell wieder auf. Ich hatte eine Schäfer­hund­mis­chling­shündin aus dem Tier­heim ganz neu. Ein tragisch depres­siver Hund aber mit anderen Hun­den kon­nte sie umge­hen, nach dem Motto: Knie 3 mal vor mir nieder, dann darfst du bleiben. Die dama­lige Frauen­gang ließ ca. 10 Hunde mit wüten­dem Gebell den Hügel runter auf uns zuren­nen und ich leinte sie ab. Sie schaute noch mich an: Darf ich? Ich sagte ja und sie war eine Wucht. Bin­nen 2 Minuten war sie die Chef­fin und als die Damen zu schreien anfin­gen, hab ich sie rausgenom­men. Diese Tyran­nen­damen trafen sich dann nicht mehr. Jetzt habe ich einen Großpudel (das ist irgend­wie kein Hund aber sehr nett gegen alle und Aggres­sion ist ein Fremd­wort für ihn).
    Manche lassen ihre an der Leine toben­den Hunde bis auf cm an ihn heran, obwohl er zurück­geht. Ich muss da aktiv wer­den. Das näch­ste mal sage ich: ich trete ihrem Köter auf den Kopf. Sowas ver­stehn sie. Mein Pudel ist schon zweimal kranken­haus­reif gebis­sen wor­den, zweimal von dem­sel­ben Hund, der angeleint war aber sein Her­rchen packt ihn nicht, der Hund reißt sich los, wenn er uns sieht. Ich habe die Rech­nun­gen selbst bezahlt, den Herrn nicht angezeigt und ihn gebeten, einen Maulkorb anzule­gen. Tut er nicht.

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