Wer Spielzeug benutzt, spielt nicht ?!?! ?>

Wer Spielzeug benutzt, spielt nicht ?!?!

Am ver­gan­genen Dien­stag habe ich euch von unseren Erfahrun­gen am Sil­bersee berichtet (den Bericht findet ihr hier) Ich habe euch erzählt, dass ich in einer Face­book Gruppe von Hun­de­hal­tern dort am See gepostet habe, was ich von der aktuellen Sit­u­a­tion dort halte. Ich habe mich darüber geärg­ert, dass man kaum noch Platz findet um ungestört mit seinen Hun­den spie­len zu kön­nen. In diesem Zusam­men­hang erwäh­nte ich auch, dass fremde Hunde dort oft unser Spielzeug klauen und dann bru­tal vertei­di­gen. Von einem Hun­de­hal­ter eines typ­is­chen “Der will nur spie­len” kam dann der Satz “Wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, spielt nicht.”

Schwachsinn oder ist vielleicht doch ein Funken Wahrheit enhalten?

Sicher kann man auch ohne Spielzeug ganz prima mit seinem Hund spielen.

Kein Hund braucht Spielzeug.

Ein gemein­sames Ren­nen über eine Wiese, zusam­men Toben über Baum­stämme im Wald und ein gemein­sames Rangeln auf dem Boden macht jedem Hund eine Menge Spaß und stärkt die Bindung.

Und auch wir ren­nen gemein­sam über Felder, spie­len ver­stecken im Wald und bud­deln gemein­sam im Sand.

Man braucht also sicher kein Spielzeug um mit seinem Hund tolle Aben­teuer erleben zu können.

Doch ich würde nie so weit und sagen, dass derjenige, der Spielzeug nutzt, gar nicht spielt.

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Sowohl Queen als auch Püppi sind wahnsin­nig ver­spielt und beschäfti­gen sich gern mit ihrem Spielzeug. Dann wird gekn­ab­bert, gemein­sam gez­ergelt und gezo­gen. Die bei­den kön­nen sich ganz prima miteinan­der beschäfti­gen. Manch­mal mit und manch­mal ohne Spielzeug. Doch in bei­den Fällen — ob mit oder ohne Ball — spie­len sie miteinander.

Und auch, wenn Spielzeug kein Muss ist, so ist es doch eine tolle Option, um sich art­gerecht mit seinem Hund beschäfti­gen zu können.

Ich würde allerd­ings nie so weit gehen und Spielzeug benutzen, um den Hund stumpf auszupow­ern. Nicht sel­ten sieht man Hun­debe­sitzer, die auf ihrer gesamten Runde ums Fell lust­los den Ball mit einer han­del­süblichen Wurf­schleud­err übers Feld wer­fen. Der Hund hetzt hin­ter­her und spuckt den Ball anschließend vor Her­rchens Füße. Während dieser den angesab­berten Ball zurück in die Schleuder drückt, ohne sich hier­für bücken zu müssen, wird dies meist von einem auf­fordern­den Bellen des Hun­des begleitet.

Wann wir Spielzeug benutzen

Queen und Püppi apportieren gerne.

Wir nehmen Spielzeug mit in den Wald und dann geht’s los. Ein “Sitz Bleib” und das Spielzeug fliegt. Auf Kom­mando hin dür­fen entweder beide (wenn zwei Spielies geflo­gen sind) oder einer das Spieli zurückholen.

Ohne “Bleib” geht bei uns allerd­ings gar nichts. Queen soll auf­grund ihrer Gelenke nicht wild los­ren­nen und abrupt abbrem­sen. Auch für Püppi ist das super, denn die kleine steigert sich richtig extram in das Spiel hinein und so kann das ganze etwas brem­sen und wir spie­len kontrolliert.

Spielzeug eignet sich super für Suchspiele.

Gern nehmen wir einen kleinen Ball oder den Safestix mit auf die Runde und ver­stecken es. Das macht uns allen am meis­ten Spaß, weil man so kreativ sein kann und immer wieder neue Möglichkeiten ent­deckt. Das Spielzeug kann ver­bud­delt wer­den, unter einem Laub­haufen ver­steckt oder in einen holen Baum gelegt wer­den. Man kann das Spielzeug aber auch super in einen Strauch hän­gen. Natür­lich nur so hoch, dass der Hund es noch erre­ichen kann. Man wun­dert sich, wie schwer das für die Hunde sein kann, wenn sich das Spielzeug plöt­zlich nicht mehr auf dem Boden befindet, son­dern an einem kleinen Ast baumelt.

Spielzeug kann auch super in der Woh­nung ver­steckt wer­den, wenn es draußen reg­net oder zu heiß ist.

Und manch­mal trägt Queen ein Spielzeug ein­fach nur mit sich rum. Sie hört, dass es raus geht, nimmt sich ein Spielzeug und ver­sucht dieses an mir vor­beizuschmuggeln. Ich lass sie es meist mit­nehmen, voraus­ge­setzt es han­delt sich nicht um den Safestix wenn Her­rchen mit­geht, denn das ist ihm doch etwas unan­genehm. Kann ich gar nicht verstehen 😉

Wenn wir nach Hause kom­men oder “von Queen erwün­schter” Besuch kommt, holt sich auch eins ihrer Spiel­sachen und bringt es mit zur Tür. Wer jetzt denkt, sie würde es dem Besuch oder mir brin­gen, den muss ich ent­tä­suschen. Voller Stolz zeigt sie ihr Spieli und dreht damit einige Ehren­run­den durch die Wohnung.

Püppi ist den gesamten Tag mit irgen­det­was beschäftigt. In der Regel knab­bert sie auf Spielies herum. Manch­mal nuck­elt sie richtig an einem Stoff­ball. Diesen trägt sie immer von dem einen Schlaf­platz zum anderen, weil sie ohne ihren Stoff­ball kaum schlafen kann. Sie nuck­elt da richtig drauf herum und drückt mit den Pfoten in den Ball als würde sie noch bei ihrer Mama trinken. Das sieht wirk­lich zu niedlich aus 🙂

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Man kann sicher ohne Spielzeug spie­len, aber wer den All­tag mit seinem Hund abwech­slungsre­ich gestal­ten will, der würde sicher das ein oder andere Spielzeug vermissen.

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Klar braucht man nicht wie wir Ver­rück­ten drei große Kisten voll, son­dern wahrschein­lich reichen auch drei bis vier aus­gewählte Spielzeuge völ­lig aus 🙂

Den­noch würde ich nie soweit gehen und sagen, wer mit seinem Hund mit Spielzeug spielt, der spielt gar nicht.

In Anbe­tra­cht der Freude meiner Fell­nasen an ihren Spiel­sachen halte ich diese Aus­sage sogar für schlicht falsch.

Was meint ihr? Spie­len eure Hunde auch gerne mit Spielzeug? Oder seht ihr das wie der Hun­de­hal­ter am See und hal­tet das Spie­len mit Spielzeug gar nicht für ein richtiges Spiel?

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14 thoughts on “Wer Spielzeug benutzt, spielt nicht ?!?!

  1. Shiva ist ein Spielzeugjunkie. Sie trägt lei­den­schaftlich gerne ein Stofftier mit sich rum, wälzt sich drauf, nuck­elt drauf rum, zergelt und schleud­ert es rum. Ganz sel­ten wird mal eins aus­gewei­det. Bälle, Wur­fz­ergel, der Safestix und vieles mehr tum­meln sich im Garten, meinem Auto und in der Woh­nung. Shiva sucht sich oft sel­ber eins aus und schleift es rum, die kuschelt darauf und schlafen tut es sich viel besser, wenn man min­destens ein Stofftier zwis­chen den Pfoten hat und den Kopf auf ein anderes legt.
    Unter­wegs haben wir auch meist ein Spielzeug dabei, weil ich wahnsin­nig gerne mit Shiva spiele. Wir ren­nen, rangeln, zergeln, suchen zusam­men und ich lass sie apportieren. Ob ich es fallen lasse, werfe oder sie vorschicke und es ent­ge­gen­werfe… egal was, aber sie ist mit einer Begeis­terung dabei, die mich überzeugt, dass es richtig ist, wenn ich so mit ihr spiele und auch spazieren gehe. Klar, gehen wir auch ohne was. Da schleppt sie mir meist nen Tan­nen­zapfen oder Stock hin­ter­her… Schließlich trägt sie auch gerne den kom­plet­ten Spazier­gang was mit sich rum. Sie ist dann ruhiger, weil konzen­tri­erter und nicht so nervös.

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva

    1. Genauso machen wir ees auch. Das mag nun vielle­icht komisch klin­gen, aber Queen ist viel selb­st­be­wusster und mehr bei sich, wenn sie etwas tra­gen kann. Dann geht sie mit viel mehr Freude die Runde und wirkt nicht so in sich gekehrt…
      Ich kann es schlecht beschreiben, in jedem Fall tut es uns allen gut 🙂

  2. Klingt ja fast nach “der Wolf hat im Wald ja schließlich auch keinen Ball oder ein Kuscheltier zum Spie­len”. Meine Kleine sucht sich selbst aus, ob sie mit dem Zergel, ihrem Ball oder doch einem ihrer Kuscheltiere spie­len will. In ihrem Kör­bchen liegt immer ihr Esel, mit dem kuschelt sie, nuck­elt an ihm rum und putzt ihn sogar (Gott sei Dank war sie nicht scheinträchtig!).
    Wenn wir raus gehen, nehme ich entweder einen Ball am Seil mit oder einen Zergel. Ich lasse sie apportieren, suchen oder sie darf es ein­fach nach Lust und Laune rumtragen.
    Also ich würde sagen, das ist ganz nor­mal. Und wenn ich sie so mit anderen Leos spie­len sehe, dann denke ich auch, sie hat alles was sie braucht.

    1. Das klingt doch super. Ja, das kön­nte echt diese typ­is­che “Wölfe haben das auch nicht gemacht” — The­o­rie sein. Ich hasse es 😀 Es ist so lächer­lich. Manch­mal hab ich schon fast den Ein­druck die Men­schen begrün­den ihre eige­nen Bequem­lichkeit mit den The­o­rien über Wölfe. Nicht nur, dass manche The­o­rien sogar falsch ist, weil man die Wölfe in Gefan­gen­schaft und nicht in Frei­heit beobachtet hat. Man kann den Wolf auch ein­fach kein bißchen mehr mti dem Hund von heute ver­gle­ichen. “Wölfe hat­ten auch kein Spielzeug” “Wölfe haben auch kein orthopädis­ches Bett und keinen höhen­ver­stell­baren Napf” 😀 Bla bla 😀

      1. Ach hör auf 😀 Von meinem Kol­le­gen durfte ich mir genau das anhören weil ich einen höhen­ver­stel­baren Napf für meinen Leon­berger gekauft habe. Das sie seit­dem kaum noch Schluck­auf hat und auch viel ebsser frisst, das ist egal. “Der Wolf legt sein Essen ja auch nicht auf einen Baum­stamm, damit es für ihn angenehmer ist”. Erstens: Sicher? Zweit­ens: Wenn es ihm dadurch besser ginge, sicher das er es nicht tun würde? 😀
        Naja, mein Hund ist kein Wolf. Und ob ein Wolf nicht mit seinem Kan­inchen spielt, bevor er es frisst (ugh, Bilder — aber hey, ist so) kann doch keiner von uns beurteilen.
        Aber unsere Hunde spie­len gerne mit uns. Das ist das wichtig­ste, sie haben Spaß dabei und wir auch. Das näch­ste Mal sollte man ein­fach mal das Spielzeug werfe und dann schauen, ob der tolle “Wolf” des Besitzers dann nicht hinterherrennt 😛

        1. Da hast du Recht 🙂 Inter­es­sant finde ich auch, dass manche Hun­deb­sitzer behaupten, ihr Hund würde nicht spie­len. Ich bin da ganz ehrlich: ich glaube das nicht 🙂 Ich kann es mir ein­fach nicht vorstellen…

          1. Ein Hund der nicht spielt? Also gar nicht? Was macht der dann den ganzen Tag? Blogs lesen und Gedichte interpretieren?
            Für mich gibt es nichts schöneres als meine Flauschkugel spie­len zu sehen, egal ob mit mir, alleine oder mit anderen Hunde. Das brauchen die doch einfach.
            Naja, klingt auch eher nach nem Spruch der Wolfrudel-Theorie.
            Kann mir nur vorstellen, das der Hund irgend­wann aufgibt, sein Herrchen/Frauchen zum Spie­len zu ani­mieren. Und das ist eher traurig.

          2. Bei uns in der Gegend wohnt ein Hund, der läuft super langsam und träge hin­ter seinem Zweibeiner her. Die große Runde bedeutet für die, dass die ca. 15 Minuten draußen sind. Diese 15 Minuten ste­hen die an unge­fähr jedem Grashalm und schaf­fen unterm Strich etwa 400 Meter.
            Sie kam mal an uns vor­bei und wir kamen ins Gespräch “Also mein Hund spielt ja gar nicht. Hat der noch nie gemacht.”
            Ich bat die Frau zu uns auf die Wiese zu kom­men und ihn abzuleinen. Ich musste nur zwei oder drei mal aufgereget mit dem Spielzeug vor ihm her­fuchteln und schon ran­nte er hin­ter­her. So viel zum Thema “mein Hund spielt nicht”. Ich stelle mal fol­gende Behaup­tung auf: DAnn hat der Zweibeiner aber einiges falsch gemacht…

  3. Ich finde auch, dass Spielzeuge vielle­icht nicht leben­snotwendig, aber auf jeden Fall spaßig sind. 😉
    Wir haben nicht sehr viele, aber so etwa 10 ver­schiedene sind es schon. Die Hunde zergeln unglaublich gerne miteinan­der, aber auch ich zergel ab und an mit ihnen. Mit Bällen beschäftigt sich vor allem der Kleine gerne sel­ber und schleud­ert ihn durch die Gegend. 🙂 Das ist echt niedlich.

    Was ich mir allerd­ings abgewöhnt habe, ist auf Spaziergän­gen Dinge zu wer­fen. Beide Hunde apportieren gar nicht und meiner Mei­n­ung nach ist das dann auch kein Spiel. Sie laufen nur hin­ter­her… Yumo schleppt es noch an den Rand und pinkelt ein­mal drüber, Yari lässt es dann am Boden liegen. Ich bezweifel, dass wir so in irgend einer Weise unsere Bindung fes­ti­gen, ich habe eher das Gefühl, dass ich so den Jagdtrieb stärke, daher mache ich das nicht mehr (außer im Wasser, da apportieren sie es tatsächlich) 

    Was ich aber sehr gerne mache, ist mit den bei­den eher auf “hündis­che” Art und Weise zu rangeln und sich gegen­seitig zu “jagen”. Vor allem mit Yari funk­tion­iert das richtig gut, bei Yumo hab ich’s noch nicht so ganz raus. 

    Liebe Grüße
    Alina

    1. Wenn deine nicht apportieren draußen, dann würd ich das auch nicht mehr machen. Bei Queen geht es vor allem darum, dass sie gern ihr Spielzeug durch die Gegend trägt. Manch­mal nimmt sie es eif­nach nur mit und läuft ihre Runde mit einem großen SPieli in der Schnute 😀

      1. Bei Motte ist es auch weniger das Apportieren an sich als das Herum­tra­gen 😀 Zur Not macht sie das auch mit der Schlep­pleine, die wir dabei hat­ten, als sie läu­fig war.
        Gerne kommt dann aber auch vor, das sie den Ball oder so ein­fach liegen lässt. Auch nach dem Wer­fen. Und dann schaut sie mich an so nach dem Prinzip “Wenn du es weg­wirfst, dann kannst es auch sel­ber holen”. Rum­tra­gen macht wohl mehr Spaß wenn sie selbst entschei­det, was sie trägt 😀 Ball tra­gen kann ja jeder 😛

  4. (…) voraus­ge­setzt es han­delt sich nicht um den Safestix wenn Her­rchen mit­geht, denn das ist ihm doch etwas unan­genehm.” –> Haha, da würde meiner ver­mut­lich auch streiken 😀
    Wir hal­ten es genauso wie ihr. Wenn ein Spielzeug dem Hund Freude bere­itet, dann darf selb­stver­ständlich damit gespielt wer­den. Spie­len ohne Uten­silien klappt allerd­ings genauso gut und bringt genauso viel Spaß mit sich. Also warum sich nur für eine Sache entschei­den und die andere kritisieren 🙂

  5. Meine Hunde sind an Spielzeug so gut wie gar nicht interessiert.
    Eine Reizan­gel ist ok und den Fut­ter­beu­tel apportieren sie auch,allerdings mit wenig Begeis­terung und nur um an das Fut­ter zu kommen.
    Miteinan­der spie­len sie viel und im Haus zergeln sie auch manch­mal miteinan­der an einem Zergel,aber nur,weil sie im Haus nicht ren­nen dürfen.
    Ich finde das sehr schade, da Spielzeug eine tolle Beloh­nung und Beschäf­ti­gung sein kann.
    Beide Hunde habe ich erwach­sen aus dem Tier­schutz bekom­men und sie haben Spiezeug vorher nicht ken­nen gelernt.

    1. Man hört immer wieder, dass HUnde aus dem Tier­schutz weniger spie­len. Eine Erk­lärung könnt sein, dass die Hunde dort ler­nen mussten, ihre Energie effizient einzuset­zen. Spie­len bedeutet Ver­schwen­dung von Energie. Vielle­icht sitzt das ein­fach zu tief in ihnen verankert…

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