Allgemein, Recht und Hund

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Wir alle wis­sen oder haben sog­ar schon miter­lebt, wie schnell ein Hund einen Schaden verur­sachen kann. Ob angeleint oder nicht, oft ist es schneller passiert, als wir ein­greifen kön­nen. Der Hund kann noch so gut erzo­gen und sozial­isiert sein, ein Tier bleibt ein Tier. Zu 100% kön­nen wir das Ver­hal­ten unser­er Hunde nie vorherse­hen.

Und so kann eine vom Wind klap­pernde Müll­tonne oder ein plöt­zlich um die Ecke biegen­der Jog­ger schon als Aus­lös­er reichen. Der Hund kön­nte sich erschreck­en und auf die Straßen sprin­gen. Doch was passiert, wenn dort ger­ade ein Auto ent­lang fährt. Kann er noch rechtzeit­ig brem­sen? Und wenn ja, fährt dann das Fahrzeug hin­ter ihm vielle­icht auf?

Ich selb­st habe auch immer gedacht “Mir passiert so etwas nicht. Ich habe alles im Griff.”

Queen war unge­fähr einein­halb Jahre alt. Wir waren zusam­men in der Stadt und gin­gen den gle­ichen Weg zurück wie so oft. Vor der Gast­stätte stand wie immer der große sil­bernde Stan­daschen­bech­er. Es schien die Sonne und irgend­wie schien dieses große sil­bernde Ding das Licht zu spiegeln. Queen hat sich der­art erschrock­en, dass sie aus­gewichen ist und plöt­zlich — trotz Leine — auf der Haupt­straße stand. Ich möchte gar nicht darüber nach­denken was passiert wäre, wenn genau in dem Moment ein Auto vor­beige­fahren wäre.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Frankfurter_Anlagenring

Natür­lich denkt man als lieben­der Hun­debe­sitzer in erster Lin­ie an seinen geliebten Vier­bein­er. Schließlich soll unseren Schmuse­back­en kein Haar gekrümmt wer­den.

Doch wenn der erster Schock ver­daut ist, kom­men Gedanken über mögliche andere Kon­se­quen­zen. Was wäre auf mich zugekom­men, wenn Queen in dem Moment einen Auf­fahrun­fall verur­sacht hätte. Wer hätte für die Schä­den gehaftet, wenn ein Rad­fahrer in dieser Sit­u­a­tion hätte auswe­ichen müssen und zu Fall gekom­men wäre?

Grund­sät­zlich haftet der Hun­debe­sitzer gemäß § 833 BGB für alle Schä­den, die der eigene Hunde verur­sacht.

Nehmen wir also mal an, dass zwei Autos ineinan­der gefahren wären. Ein Insasse vielle­icht mit einem Schleud­er­trau­ma ins Kranken­haus gekom­men wäre und vielle­icht sog­ar drei Tage arbeit­sun­fähig gewe­sen wäre. Dem Rad­fahrer wäre vielle­icht noch sein neues Smart­phone aus der Tasche gefall­en und das teure Fahrrad wäre auch dahin.

Es kann also schnell teuer wer­den.

Es ist daher enorm wichtig, sich und seinen Hund durch eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung zu schützen. Diese Ver­sicherung kommt grund­sät­zlich für alle Sach-, Ver­mö­gens- und Per­so­n­en­schä­den auf, die der Hund verur­sacht hat. Auch Prozesskosten, Behand­lungskosten, Schmerzens­geld und sog­ar unge­wollte Deck­ak­te sowie Schä­den an Miet­sachen wer­den durch die Ver­sicherung gedeckt. Ohne eine solche haftet man mit seinem Pri­vatver­mö­gen in vollem Umfang.

Wir brauchen gar nicht so weit zu gehen und an mögliche Unfälle denken. Auch eine ver­schmutze Hose, zer­störtes Geschirr durch einen umgestoßen­er Gar­ten­tisch bei Fre­un­den oder kleine Kratzer an dem Sofa der Schwägerin. Auch diese “kleinen Dinge” kön­nen schnell teuer wer­den und es ist immer beruhi­gend zu wis­sen, dass man in einem solchen Fall nicht selb­st ins Porte­mon­aie greifen muss.

In 15 von 16 Bun­deslän­dern gibt es bezüglich der Hun­de­haftpflichtver­sicherung geset­zliche Vor­gaben und das ist auch gut so.

Bre­men, Nor­drhein — West­falen, Hes­sen, Saar­land, Bay­ern, Sach­sen, Bran­den­burg sowie Rhein­land — Pfalz und Baden — Würt­tem­berg ord­nen an, dass die Hun­de­haftlichtver­sicherung Pflicht für alle Kampfhund ist. Welche Hun­derassen als solche gel­ten, kann den jew­eili­gen Lis­ten ent­nom­men wer­den.

Nor­drhein — West­fal­ten legt zudem fest, dass alle Hal­ter von Hun­den ab ein­er Wider­risthöhe von 40 cm und einem Gewicht von 20 kg eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließen müssen.

In Ham­burg, Berlin, Sach­sen — Anhalt, Thürin­gen sowie Schleswig — Hol­stein und Nieder­sach­sen ist eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung für alle Hunde vorgeschrieben. Rasse, Größe und Gewicht spie­len keine Rolle. Und genau diese Regelung sollte auch bun­desweit gel­ten. Jed­er Hund, egal wie groß oder klein, kann einen Schaden verur­sachen. Ob sich nun Queen oder Püp­pi erschreckt und auf die Straße springt, kann es erhe­bliche Fol­gen haben, wenn sich genau dann ein Auto auf der Straße befind­et. Und auch kleine Hunde kön­nen zubeißen (Chi­huahua liegen in der Beißs­ta­tis­tik ziem­lich weit oben). Auf Rasse, Gewicht oder Größe abzustellen macht keinen Sinn. Hund bleibt Hund und wenn ein Schaden entste­ht kann es schnell teuer wer­den.

Die Anzahl an gerichtlich zu klären­den Fällen steigt stetig an, sodass die berechtigte Ver­mu­tung beste­ht, dass die Vorschriften zur Hun­de­haftpflichtver­sicherung bun­desweit in Zukun­ft strenger gehand­habt wer­den.

Aber auch unab­hängig von geset­zlichen Vorschriften sollte allein das per­sön­liche Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein dazu führen, dass man eine Hun­de­haftpflichtver­sicherung abschließt. Sich­er ist sich­er.

Wenn ihr euch genauer über Hun­de­haftpflichtver­sicherun­gen informieren wollt, dann schaut unbe­d­ingt mal hier vor­bei. Dort find­et ihr nicht nur zahlre­iche weit­ere Infor­ma­tio­nen, son­dern kön­nt euren Liebling von der Zunge bis zur Ruten­spitze schon für 5,55 EUR im Monat ver­sich­ern lassen.

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