Wir durften lesen: das BARF — Buch

Wir durften lesen: das BARF — Buch

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich den Artikel geschrieben “Ich will mein Bauchge­fühl zurück”. Wer ihn noch nicht gele­sen hat, kann dies hier nachholen.

Ich hatte das Gefühl, mein Bauchge­fühl ver­loren zu haben, wusste nicht mehr, was richtig und was falsch ist. Auch bei dem Thema Ernährung waren viele Fragze­ichen in meinem Kopf. Ich wusste, dass ich diese Lücken füllen musste, wollte mich umfan­gre­ich informieren und so mein Bauchge­fühl zurückgewinnen.

Und als hätte man sie gerufen, schrieb mir die liebe Nadine von Der Barf Blog und bot mir an, meine Lück­en­mit ihrem Buch zu schließen. Ich bin schon öfter über ihr Buch gestolpert und habe schon mehrfach drüber nachgedacht, meine Nase darin zu versenken.

So nahm ich das Ange­bot dank­end an und schon wenige Tage später lag ein Exem­plar in meinem Briefkasten.

Nadine hat sogar eine Wid­mung reingeschrieben, über die ich mich sehr gefreut habe.

Aber nun zu dem Buch:

In dem Buch geht es — klar, so sagt der Titel es ja schon — ums Barfen.

Das Buch beginnt mit ganz grundle­gen­den Fak­ten und erk­lärt, auf welchen Grund­la­gen das Prinzip Barf eigentlich basiert. Antworten auf all meine Fra­gen fand ich vor allem im ersten Teil des Buches, welcher mir beson­ders gut gefallen hat.

Nadine geht auf zahlre­iche Mythen und Gerüchte rund um das Thema Barf ein und belegt ihre Aus­sagen mit Stu­dien und Sta­tis­tiken. Wir alle ken­nen die typ­is­chen Gespen­ster “Barf liefert zu viel Eiweiß” oder “Unser Hund hat mit dem Wolf nichts mehr zu tun”. In dem Buch findet man zahlre­iche Belege, dass diese Aus­sagen eben doch nicht stim­men. Ein­fach und ver­ständlich erk­lärt und zudem durch aus­sagekräfti­gen und anschaulichen Tabellen unterstützt.

Ich per­sön­lich hatte schon nach weni­gen Kapiteln das Gefühl, dass nichts anderes als Barf mehr im Napf lan­den wird.

Beson­ders inter­es­sant fand ich auch die Kapi­tel rund um die notwendi­gen Nährstoffe und Zusätze. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl zu ver­ste­hen, was das alles auf sich hat und warum das so ist. Ich war dankbar für die konkrte Anleitung zur Umstel­lung auf Barf und für die deut­lichen For­mulierun­gen, was man wirk­lich braucht und was nicht.

Endlich hatte ich den Ein­druck, wirk­lich zu ver­ste­hen warum man das so macht und was alles dahintersteckt.

Ich bin Nadine sehr dankbar für dieses Buch, weil es nicht nur ein Bar­frat­ge­ber ist, son­dern ein Buch, welches ver­ständlich und ein­fach die Hin­ter­gründe erk­lärt und einen an die Hand nimmt, einen eige­nen Barf­plan erstellen zu können.

Im Ver­gle­ich zu der bekan­nten Barf­broschüre von Swanie finde ich das Barf — Buch wesentlich ver­ständlicher und auch konkreter for­muliert. Während die Broschüre von Swanie eher einem Lehrbuch gle­icht, bietet das Barf — Buch eine konkrete und leicht umzuset­zende Anleitung fürs Barfen.

Ich kann das Buch wirk­lich nur empfehlen. Es hilft einem nicht nur einen Barf­plan zu erstellen, son­dern erk­lärt auch auf eine ver­ständliche Weise kurz und auf das Wichtig­ste reduziert worum es beim Bar­fen geht.

Aus dem Buch kann übri­gens jeder etwas mit­nehmen. Auch Men­schen, die TroFu oder Nass­fut­ter füt­tern kön­nen eine Menge über die Bedürfnisse eines Hun­des ler­nen. Auch diejeni­gen, die schon lange bar­fen, finden mit Sicher­heit noch Infor­ma­tio­nen, die sie bisher nicht kannten.

Richtig cool sind auch die 14 Rezepte am Ende des Buches 🙂

Und hier könnt ihr das Buch bestellen.

Das Pro­dukt wurde mir kosten– und bedin­gungs­los zur Ver­fü­gung gestellt. 

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Posted on: 6. Juli 2017Sabrina

5 Gedanken zu „Wir durften lesen: das BARF — Buch

  1. Hallo liebe Sabrina,
    mich macht dieses Fut­terthema so ver­rückt — das kannst Du Dir nicht vorstellen. TroFu, NaFu, Prey, Barf, pflan­zliche Stärke, Fis­chöle, wie viel Gemüse, über­haupt Gemüse, Blät­ter­ma­gen, Pansen, Pro­teine, Fett, Ver­hält­nisse von was.…ich drehe noch durch. Okay, ich finde Trock­en­fut­ter schon­mal nicht toll, weil ein so mas­siv ver­ar­beit­etes Pro­dukt nicht besser sein kann als Mag­gie, aber hochw­er­tiges Nass­fut­ter kann ich dur­chaus vertreten, wenn da nicht so viele kün­stliche Vit­a­min drin sind und natür­lich kein Getreide und kein Zucker. Außer­dem finde ich Kartof­feln und Reis auch vol­lkom­men über­flüs­sig in der Hun­deernährung. Aber nun zum Prey (also kein Gemüse, keine pflan­zlichen Öle, kein Pansen/Blättermagen, nur tierische Pro­dukte, am besten ganze Beute, Leber, Niere, Milz, Fett, Muskelfleisch, Fisch und Gräser, Wurzel, Beeren aus der Natur, die sich der Hund selbst pflückt. Soweit so gut. Dann gibt es welche die schwören auf Fis­chöl, neulich las ich dann im “Dogs Nat­u­rally Mag­a­zine”, dass Fis­chöl, Kril­löl usw. Mist ist, weil die Nährstoffe schnell aus der geöffneten Flasche ver­loren gehen. Hm…und nun? Fisch soll man füt­tern, aber nur bes­timmten Fisch…ja, wenn meine Hündin den mal fressen würde… So, dann noch das Fett-Protein Ver­hält­nis. Ich habe neulich einen Online-Kurs mit­gemacht von eben dem Mag­a­zin und da hieß es, es müsse dop­pelt so viel Pro­tein im Fut­ter sein, wie Fett. Schaut man in deutschen Prey Grup­pen ist es wieder anders. Die natür­lich Beute, also Wild, hat aber tat­säch­lich dieses Protein-Fett-Verhältnis, das das Mag­a­zin emp­fiehlt. Ach so — weg von BARF hin zum Prey sind die Ver­fechter übri­gens dadurch gekom­men, dass sie sagen, ein Wolf, der keinen Nahrungs­druck hat, frisst den Magen nicht mit, daher brauche er den Inhalt nicht. Die eine Studie darüber, dass ein Hund pflan­zliche Stärke ver­w­erten kann, stimme nur zu einem gewis­sen Anteil und sage nichts darüber aus, ob er sie bräuchte. Im Prey gibt man übri­gens keine Fut­terzusätze, was ja irgend­wie Sinn macht, denn ein Wolf bekommt ja auch keine Pülverchen auf sein Fut­ter gestreut. Irgend­wann hat­ten sie mich überzeugt und ich habe ca. 9 Monate lang nach Prey Model Raw gefüt­tert. Das Resul­tat: Beide Hunde stanken bes­tialisch, nah­men ordentlich an Gewicht zu, obwohl ich weniger als ver­langt (2–4% des Kör­pergewichtes, ich war bei 1,5% zum Schluss), das Fell wurde stumpf…und ich habe wieder zu BARF gewech­selt. Mar­tin Rüt­ter, den ich nach seiner Show ansprach — zumal seine Goldie-Hündin 16 gewor­den war, meinte Hunde wür­den krank durch Prey und auch von BARF halte er nichts. Seine Hunde bekä­men TroFu und seine Goldie Hündin hätte von Fut­ter­proben gelebt (das würde er jedoch nie wieder machen). Er meinte das Alter sei genetisch fest­gelegt (heißt das auch ich könne Saufen und Rauchen und werde den­noch so alt wie eben fest­gelegt?). Naja, nun Barfe ich jeden­falls wieder. Ich bin mir bei Innereien allerd­ings unsicher, weil es ja die Reini­gung­sor­gane der Beute sind…was meinst Du? Hinzu kommt das mit den Ölen. Einige pflan­zliche Öle ste­hen ja unter drin­gen­dem Ver­dacht Entzün­dung­sprozesse zu beschle­u­ni­gen und damit auch Krebs zu begün­sti­gen. Ich habe nun Kür­biskernöl, Fis­chöl, Lach­söl und Schwarzküm­melöl (wg der Zecken). Tja und was ist nun wieder mit der neuesten Info, dass Fisch-/Lachsöl Mist sei? Noch dazu habe ich noch 10kg Fett im TK, also Puten­spreck und Rinder­fett, aber das brauche ich ja nicht, wenn sowieso zu viel Fett in unserem Zucht­fleisch ist und damit das Protein-Fett-Verhältnis nie stimmt, also zu viel Fett in der Nahrung ist? Und was ist nun mit Zusätzen? Ja oder nein (außer wg Erkrankun­gen natür­lich)? Und wenn ja, welche? (Wer bin ich und wie viele?) Ver­stehst Du warum ich am Durch­drehen bin? Was sagst Du dazu???

    1. Ich ver­steh zu 100 % was du meinst. Ich hatte genau die gle­ichen Fra­gen. Aber ganz ehrlich: das Buch ist super und wird dir unzäh­lige Fra­gen beant­worten. Ich kann das wirk­lich nur empfehlen.
      Schwarzküm­mel gebe ich gar nicht weil die Dosierung auf den Punkt sein muss, sonst geht es auf die Leber. Ich bin auf jeden Fall für Fis­chöl, habe da auch nur gute Erfahrun­gen mit gemacht. Anson­ten kann ich sagen, dass das Alter nicht genetisch fest­gelegt ist. Zahlre­iche Stu­dien zeigen, dass frisch gefüt­terte Hunde im Durch­schnitt länger leben.
      Ich kann dir das Buch wirk­lich nur ans Herz legen. Es wird dir helfen!

  2. Ich mache immer nur ein paar Tropfen schwarzküm­melöl darein. Kann das zu viel sein für einen 14 kg und einen 28kg Hund sein? Aber siehst du? Schon wieder eine neue Info 😩 Mann Mann!
    Ja, ich werde mir das Buch zulegen 😃

    1. Ich kenne mich mit genauen Zahlen nicht aus. Nach­dem ich gehört hab, dass es nicht ganz ohne Risiko ist, hab ich es gar nicht weiter angesehen.

  3. Hal­löchen,

    ich habe das Buch jetzt fast durch und werde es mit Sicher­heit noch mal lesen. Viel ist hän­gen geblieben und manches ist noch etwas über­fordernd wie beispiel­sweise die Erstel­lung des Fut­ter­plans und die Umset­zung. Ver­mut­lich kommt das dann mit der Übung. Im Moment ist es eben noch absolutes Neuland. 

    Ganz toll fand ich an dem Buch, dass es zum einen etliche Quel­lenangaben enthält und auch etliche Sta­tis­tiken, die zwar nicht von mir gefälscht waren, aber den­noch sehr glaub­würdig erschienen. Die Autorin wirkt außer­dem in ihrem Schreib­stil sehr authen­tisch, was sehr viel wert ist. Kein großer Schnickschnack, son­dern sach­liches Wis­sen ver­ständlich ver­packt. Da hat sie sich schon etliche Plus­punkte damit geangelt. 

    Schön finde ich auch, dass sie auf viele Fra­gen bere­its im Buch eing­ing, die sich mir schon stell­ten: Urlaub und Trinkver­hal­ten zum Beispiel. 

    Bisher habe ich mich wenig mit dem Thema Ernährung beschäftigt und ich bin wirk­lich froh, dass ich gle­ich mit so einer guten Buchempfehlung begin­nen kon­nte. Unab­hängig davon, ob ich jetzt tat­säch­lich auf Barf umstelle oder nicht (wobei ich es mir schon fest vorgenom­men habe), würde ich es jedem empfehlen, vor allem den Neueinsteigern. 

    Die Altbestände von Trock­en­fut­ter habe ich bere­its am Woch­enende ins ansäs­sige Tier­heim verfrachtet. 😀 

    Vie­len Dank noch mal für den Buchtipp!
    LG,
    Yvo & Kathy

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