Wir waren beim Hundeschwimmen ?>

Wir waren beim Hundeschwimmen

Ver­gan­genen Son­ntag waren wir beim Hun­de­schwim­men. Ganz spon­tan ent­deck­ten wir im Inter­net die Anzeige zu dem Event. In einem Freibad im näch­sten Ort wur­den von 14 bis 18 Uhr die Tore für die Vier­beiner geöffnet.

Ich komme nicht umher zuzugeben, dass ich das ganze Woch­enende hin und her über­legt habe, ob ich tat­säch­lich dort hin fahren sollte. Ich bin immer etwas skep­tisch, was der­ar­tige Aktio­nen bet­rifft. Unendliche viele Hunde laufen unkon­trol­liert durch die Gegend. Ich war mir nicht sicher, ob das das richtige für uns ist.

Daher ist Queen auch Zuhause geblieben. Viele Hunde, die von allen Seiten kom­men, sind schon mal gar nichts für Queen. Bere­its sechs Hunde auf einer Freilauf­fläche sorgten dafür, dass Queen mit dem Po am Zaun saß und sich keinen Meter bewegte.

Außer­dem ist Queen zwar gern im Wasser, sie schwimmt aber nicht. Nun kan­nte ich das Freibad nicht und kon­nte auch anhand der Bilder auf der Inter­net­seite nicht erken­nen, ob es auch Becken für Kinder gab oder Becken, an denen man hineinalufen kon­nte. Ich bin mir sicher, dass Queen niemals vom Beck­en­rand hinein­sprin­gen würde. Und wie sollte ich sie wieder aus dem Becken kriegen? Püpsi kann man ein­fach so hochheben aber Queen? Da hätte ich keine Chance die 35 kg — Maus aus dem Becken heben zu können.

Queen bliebt also Zuhause, sodass ich mit Püppi allein dort hin­fuhr. Verabre­det haben wir uns dort mit ihrem Kumpel Bar­ney, den sie aus dem Welpenkurs kennt. Bar­ney liebt es zu schwim­men, sodass sein Frauli auf jeden Fall dort vor­bei schauen wollte.

Man merkte Püppi die Anspan­nung schon auf dem Weg vom Park­platz zum Ein­gang an. Mit Queen fühlt sie sich doch im einiges sicherer. Im Ein­gangs­berich angekom­men, blieb Püppi erst ein­mal ste­hen und machte ihr unauf­fäl­liges “Wouuh wouhh wooou­u­u­uhh” — klingt in echt unge­fähr wie die Mis­chung aus einem kleinen Klef­fer und einem Wolf. Die Kleine fühlte sich gle­ich umso größer, da ihr Auftritt durch die gesamte Halle schallte. Wir hat­ten also gle­ich alle Blicke auf uns gerichtet…

Ihr gefiehl es und so zögerte sie nicht lange, genau mit diesem Auftritt die Rasen­fläche zu betreten.

Am ersten Becken ange­langt, sprang Bar­ney direkt ins Wasser, kam aber auch ziem­lich schnell wieder her­aus. Auch ihm waren die vie­len anderen Hunde dort ziem­lich unheimlich.

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Am Becken wur­den einige Mat­ten ange­bracht, sodass die Hunde leichter ins Wasser und wieder hin­aus­ge­lan­gen kon­nten. Das fand ich super. Viele Trep­pen­stufen waren mit diesen Mat­ten verdeckt, um die Ver­let­zungs­ge­fahr min­imieren zu kön­nen. Viele Hun­de­trainer, Tierärzte und Per­sonal des Freibads standen an den Beck­en­rän­dern und passten auf. Richtig gut, denn sie passten tat­säch­lich auf und schnack­ten nicht abge­lenkt miteinander.

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Richtig niedlich war ein großer Mis­chling. Sein Frauli war schon etwas älter. Sie warf sein Spielzeug ins Wasser, er sprang rein und hob dabei den Kopf so weit es geht an. Weil er dabei auch noch die Augen zusam­menkniff wirkte es, als wollte er ja kein Wasser ins Gesicht bekom­men. Er holte sein Spieli und schwamm zurück zum Beck­en­rand. Dort angekom­men, legte er erst die eine dann die zweite Pfote auf den Beck­en­rand und ver­har­rrte dort. Frauli  kam und zog ihn am Geschirr her­aus. Dann ging es von vorne los. Das war wirk­lich zu süß 🙂

Im Kinder­becken war es mega voll. Dort kon­nten die Hunde hinein­laufen und mussten nicht vom Beck­en­rand hinein­sprin­gen. Viele Zweibeiner waren eben­falls im Becken und man sah das Spielzeug nur so durch die Gegend fliegen. Es wurde ger­annt, gebellt und geplantscht. Für Püppi und Bar­ney die pure Reizüberflutung.

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Also gin­gen wir auf die Wiese des Freibads. Dort waren Agility — Geräte aufge­baut. Eine Hun­de­schule aus der Gegend betreute den Platz und war einem bei der Benutzung der Geräte behil­flich. Keine Sels­btver­ständlichkeit, denn auf eini­gen Hun­demessen habe ich schon gese­hen, dass der Agility Bere­ich völ­lig ohne Auf­sicht zur Ver­fü­gung gestellt wurde.

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Dort war es auch etwas ruhiger. Die bei­den kon­nten eine Runde toben und zwis­chen­durch kam der ein oder andere Hund dazu. Alles lief aboslut friedlich ab. Alle Hunde waren ohne Leine und ich kon­nte in den 90 Minuten, in denen wir dort waren, keinen Ärger zwis­chen den Hun­den beobachten. Man hörte spielauf­fordern­des Bellen, aber kein­er­lei Rangelei.

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Wir unter­hiel­ten uns eine ganze Weile mit der Hun­de­trainerin, die am Agility stand. Sie lud uns zu Schnup­perkursen in die Hun­de­schule ein. Die Kurse klan­gen vielver­sprechend, die Frau war total nett und so wer­den wir uns ganz sicher bald dort das ein oder andere ansehen.

Das Event war wirk­lich gut durch­dacht. Über­all standen Men­schen, die für sie Sicher­heit zuständig waren. Für Verpfle­gung war gesorgt und auch der ein oder andere Stand war aufgebaut.

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Geärg­ert habe ich mich über den ein oder anderen Hun­debe­sitzer. Zum Beispiel kam dort ein Labrador mit Stachel­hals­band an. Er zog an der Leine und bekam von seinem Her­rchen erst ein­mal einen kräfti­gen Ruck. Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass solche Leute auf der­ar­ti­gen Ver­anstal­tun­gen oder Messen gar nicht erst ein­ge­lassen wer­den soll­ten. Man sollte ein­fach mal anfan­gen damit und ein Zeichen set­zen. “So nicht” wäre in meinen Augen die passende Botschaft.

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Einige Hunde woll­ten nicht ins Becken. Das akzep­tierten manche Besitzer lei­der nicht und so wur­den einige Vier­beiner ins Wasser gedrängt. Sie wur­den auf die Mat­ten an Rand gezo­gen und bei einem Hund kon­nten wir beobachten, dass ein Mäd­chen mit dem Fuß in die Seite des Hun­des trat, damit dieser das Gle­ichgewicht auf der Matte ver­lor und ins Wasser fiel. Ich kam nicht umher mit einem Räus­pern und einem bösen Blick in Rich­tung der daneben ste­hen­den Mut­ter kurz meine Mei­n­ung zu äußern. Sie zog ihre Tochter daraufhin mit auf die Bänke am Rand.

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Alles in allem war es auf jeden Fall eine inter­es­sante Erfahrung, die ich aber nicht wieder haben muss. Meinen Hun­den ist so viel Trubel schlicht zu viel. Ins­ge­samt waren inner­halb der vier Stun­den, in denen das Freibat geöffnet war, 240 Hunde dort. Püppi ging nicht ins Wasser. Trotz­dem hatte sie eine Menge Spaß beim Spie­len mit Bar­ney und den anderen Hun­den. Es tat ihr auch mal gut ohne Queen auf andere Hunde zu treffen.

Für Hunde, die gern schwim­men und mit viel Trubel kein Prob­lem haben, ist das sicher eine tolle Sache.

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2 thoughts on “Wir waren beim Hundeschwimmen

  1. War bes­timmt ein tolles Erleb­nis und klingt nach einer guten Organ­i­sa­tion. Das finde ich jetzt richtig super!

    Jaja, manche denken sich eben, das ist toll, das muss der Hund auch toll finden und platsch liegt er drin… *seufz*

    Flauschige Grüße
    San­dra & Shiva

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