Worte an Tierquäler ?>

Worte an Tierquäler

Ich habe in diesem Beitrag ganz bewusst auf Bilder verzichtet. Bilder von Queen und Püppi wären deplatziert. Fotos von den Tieren, über die ich gle­ich schreiben werde, möchte ich eben­falls nicht zeigen. Ich möchte das let­zte bißchen Würde dieser Tiere bewahren und verzichte daher aus Respekt vor diesem Thema auf jede Art von Bildern. 

Haupt­beru­flich arbeite ich als Anwältin. Das müsst ihr bitte ein­fach mal kurz aus­blenden, denn gle­ich fallen Worte, die eine Anwältin vielle­icht nicht sagen sollte…

Das Inter­net ist voll davon. Voll von Anzeigen, die darüber berichten, was manche Tiere erleben mussten. Man kommt nicht um diese Mel­dun­gen herum und das ist auch gut so. Man muss hin­se­hen. Man darf die Augen nicht vor diesen Geschehnis­sen verschließen.

Die Rede ist von Tierquälerei.

Eine Frau wirft die in einem Zug und auf einem Bahn­steig von ihrer Hündin gewor­fe­nen Welpen in einen Mülleimer und will verschwinden.

Ein Mann reißt das Lenkrad herum und über­fährt absichtlich eine Katze, die ver­sucht, eine Straße zu überqueren.

Einem Hund wird das Maul zuge­bun­den, Böller wer­den hineingeschoben und angezündet.

Einer Hündin wird bei lebendi­gem Leib die Haut abgezogen.

Welpen wer­den in einem Sack gesteckt, dieser mit Steinen beschw­ert und in einem See geworfen.

Einer Hündin wurde ein Reifen um den Hals gelegt und sie wurde bei lebendi­gem Leib angezündet.

Ich kön­nte den ganzen Tag so weiter machen.

Und dabei empfinde ich neben purem Mitleid für diese Tiere nur noch eins:

Wut

Und ich hoffe nichts mehr, als dass dieser Post von Men­schen gele­sen wird, die Tieren schon ein­mal Leid und Schmerz zuge­fügt haben.

Hallo …

Ja, wie soll ich euch eigentlich nen­nen? “Men­schen”? Das seit ihr nicht für mich. “Mit­bürger”? Eigentlich ver­di­ent ihr auch diesen Aus­druck nicht.

Tierquäler”? Ja, das trifft es ziem­lich gut.

Denn wer einem Tier Leid und Schmerz zufügt ist per def­i­n­i­tionem ein Tierquä­leri. Also fange ich nochmal von vorne an.

Hallo Tierquäler,

ich ver­fasse diese Zeilen an euch, weil ich hoffe, dass ihr euch in stillen Minuten an diese Worte erin­nert. Ich hoffe, dass ihr heute abend im Bett liegt und nicht ein­schlafen könnt. Ich möchte, dass ihr die Bilder von euren schreck­lichen Taten immer wieder vor eurem geisti­gen Auge seht. Ich will, dass sich der nach Hilfe schreiende Aus­druck des Tieres in deinem Gehirn fes­t­brennt. So sehr wün­sche ich mir, dass ihr in jeder Sit­u­a­tion, in der ihr lacht, blitzschnell daran erin­nert werdet und euer Lachen verstummt.

Genauso wie ihr dafür gesorgt habt, dass diese Tiere nicht mehr glück­lich sein kön­nen, genauso wün­sche ich mir, dass auch ihr nie wieder glück­lich sein könnt.

Was bleibt ist die Frage nach dem “Warum”?

Warum habt ihr diesen Tieren so viel Leid zugefügt?

Fühlt ihr euch damit besser, weil ihr in eurem jäm­mer­lichen Leben nichts erre­ichen konntet?

Fühlt ihr euch stark und mächtig, weil ihr sonst nur der let­zte Idiot seit?

Empfindet ihr tat­säch­lich Genug­tu­ung, in dem ihr einem hil­flosen Lebe­we­sen Schmerzen zufügt?

Oder wollt ihr angeben? Zeigen, dass ihr außer dumme Sprüche und einem IQ von 68 etwas “auf dem Kas­ten habt”?

Reibt ihr euch die Hände, wenn ihr einen Giftköder aus­gelegt habt und hofft, dass ein Hund oder eine Katze diesen fressen werdet? Wün­scht ihr euch tat­säch­lich, dass diese Tiere euretwe­gen sterben?

Egal, wie ihr diese Fra­gen beant­worten würdet, es würde sowieso nichts ändern. Es gibt keine Erk­lärung für euer Ver­hal­ten. Und es ist mir auch egal, ob ihr der let­zte Looser seit, auf dem nur herumge­hackt wird.

Denn nichts auf dieser Welt recht­fer­tigt euer Han­deln. Es gibt keine Entschuldigung, keine Erk­lärung und keine Worte für das, was ihr getan habt.

Ist euch das eigentlich bewusst?

Tiere sind die besseren Men­schen. Die sind uns in eini­gen Din­gen weit voraus.

Tiere sind ehrlich, treu, glauben stets an das Gute in den Men­schen und ver­trauen uns.

Und ihr?

Miss­braucht dieses Ver­trauen und fügt ihnen unendliche Schmerzen zu.

Auge um Auge — Zahn um Zahn.

So kön­nte man das Rechtssys­tem aus dem Mit­te­lal­ter zusam­men­fassen. Selb­stjus­tiz ist heute keine Option mehr.

Lei­der?

Ich hoffe, dass sich Deutsch­land ein Beispiel an Amerika nimmt und Tierquäler endlich so bestraft, wie sie es ver­di­enen. Zumin­d­est annäh­ernd ver­di­enen. Denn was ich eigentlich denke, was ich eigentlich für euch wün­sche, das kann ich hier nicht schreiben. Doch ich hoffe sehr, dass durch diesen dezen­ten Hin­weis klar gewor­den ist, was ich von euch halte.

Sollte ich jemals sehen, wie jemand Giftköder auslegt oder jemand einem Tier Schmerzen zufügt. Sollte ich jemals beoabchten, wie jemand ein Tier quält, wird er sich wün­schen, an dem Tag Zuhause geblieben zu sein. Euer Fan­tasie sind jetzt hof­fentlich keine Gren­zen gesetzt.

Ihr seit für mich Abschaum. Das Let­zte und die unter­ste Schublade.

Iht habt es nicht ver­di­ent, mor­gens aufzuste­hen und ein nor­males Leben führen zu kön­nen. So als sei nichts gewesen.

Ich wün­sche mir, dass ihr euch an diese Zeilen erinnert.

Ich hoffe, dass ihr an meine Worte denkt, wenn ihr mor­gen früh in den Spiegel schaut.

Und wenn es so etwas wie einen Gott gibt, wenn es irgen­det­was wie Karma gibt oder wenn es noch “das Gute” auf dieser Welt gibt, dann wird der Tag kom­men, an dem ihr euch gewün­scht habt, euer abscheuch­liches Leben nicht dazu benutzt zu haben, um ein hil­floses Wesen zu quälen.

Denn ihr dürft eins nicht vergessen.

Hin­ter all diesen Tieren ste­hen Men­schen wie ich, die alles dafür tun wür­den, dass Tieren kein Leid mehr zuge­fügt wer­den kann. Und wenn ich “alles” schreibe, dann meine ich das auch so.

Teilen Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+

10 thoughts on “Worte an Tierquäler

  1. Exakt meine Gedanken! Nur kannst du sie sach­licher formulieren 🙂
    Du hast ja sicher mit­bekom­men, was bei uns los war und auch, dass dieses Arschloch — welches ver­sucht hat unseren Timmy und andere Hunde zu vergiften– noch immer frei umher läuft. Ich fahre jedem Tag an seinem Haus vor­bei, sehe ihn grin­send irgendwo ste­hen aber wie du schon schreibst: Auge um Auge ist keine Option auch wenn ich ihm so gerne seine Giftköder in sein dreck­iges Maul stopfen würde. Ich hoffe, die Polizei nimmt es endlich ernst und tut es nicht damit ab, dass es ja “nur” Hunde sind. Furcht­bar, dass ich eine Anzeige wegen Sachbeschädi­gung aufgeben musste (und wegen Ver­stoß gegen das tier­schutzge­setz) und nicht wegen ver­suchter Tötung eines Tieres oder so. 

    Ich habe in den let­zten Tagen so viel Dinge gehört, die so grausam sind. Ich begreife es nicht, wie manche Men­schen so mit Tieren umge­hen kön­nen. Und auch das es Men­schen gibt, die dabei zu schauen und nichts dage­gen unternehmen 🙁
    Erst ver­gan­gen Woche hab ich einen Mann am See gese­hen, der zweimal bru­tal mit dem Stock auf den Rücken seines Schäfer­hunde geschla­gen hat 🙁 Lei­der hab ich ihn nicht schnell genug erre­icht, er ist abge­hauen. Aber es war schlimm das so direkt mit anzusehen 🙁 

    Ich hoffe, solche Men­schen lesen deinen Artikel und es gibt sowas wie Karma…

    1. Das ist wirk­lich unendlich furcht­bar, was euch passiert ist. Und du weißt genau wer das war? Habt ihr euch mit den Kosten an ihn gewandt, wenn die Polizei schon nichts macht?
      Das mit Schäfer­hund tut mir auch leid. Ich finde da wirk­lich keine Worte für. Ich hoffe nur, dass diese Men­schen keine Ruhe mehr finden, keinen inneren Frieden mehr empfinden kön­nen. Nie wieder

  2. !!!!!Tiere sind die besseren Menschen!!!!!

    (eigentlich) unglaublich, dass in der heuti­gen Zeit wo wir doch so viel weiter sind keine Strafe dafür gibt wenn ein Wesen welches sich nicht wehren kann (wie ein kleines Kind) grausam gequält wird!!!
    Wo ist denn der Unterschied?????

    1. Strafen gibt es schon, aber die sind lei­der in keiner Weise mit denen in Amerika ver­gle­ich­bar. Dort gilt Tierquälerei als Schw­erver­brechen und das finde ich auch richtig so

  3. Ich seh das genau so wie du. Das sind keine Menschen.
    Ich kön­nte auch für Nichts garantiere, wenn ich so einen mal tre­f­fen würde. Ich glaub, das würde für den­jeni­gen nicht gut aus­ge­hen. Da wäre mir dann ne Anzeige wegen Kör­per­ver­let­zung oder son­stiges total schnuppe.
    Wirk­lich trau­rig, dass es sowas über­haupt gibt. Aber das es dann mehr oder weniger ein­fach als “Kleinigkeit” vom Staat abge­han­delt wird, ist ein­fach erschreck­end. Solche Wesen quälen nicht nur Tiere — sie nehmen ja auch bil­li­gend in Kauf, das ein Kleinkind durch ihren Scheiß vergiftet wird. Und Leute, die diese Taten dann noch in Schutz nehmen oder als Reak­tion auf Hunde im Park oder so sehen, haben genau so einen an der Waf­fel wie die, die den Mist auslegen.

    1. PS: Erschreck­end find ich es auch, wenn unsere Mit­men­schen dann behaupten, wir Hun­de­hal­ter wür­den selbst Schuld sein — bspw. durch herum­liegen­den Hun­dekokt etc.
      Das find ich mehr als erschreck­end. Und die Per­son, die so etwas mal zu mir sagte, ist jetzt auch nur noch eine “flüchtige Bekan­nte, die den Knall defin­i­tiv nicht gehört hat”. Uns Hun­de­halte stört der herum­liegende Hun­dekot doch sel­ber, ver­ant­wor­tungs­be­wusste Men­schen nehmen das Häufchen mit und gut ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.